L&P Finanzglossar

Grundsätzliches Wissen. Für Ihr Vermögen.

Die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt haben wir hier für Sie kurz und übersichtlich zusammengefasst. Für Fragen sowie für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an Dr. Marc-Oliver Lux.

 

A

Abgeltungsteuer

Die Abgeltungsteuer ist eine Art der Kapitalertragsteuer und wird i.H. v. pauschal 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggfs. Kirchensteuer direkt vom Geldinstitut an den Staat abgeführt. Über den Freistellungsauftrag kann man sich bis zu einem Betrag von 801€ p.a. als Einzelperson oder 1.602€ als Ehepaar von der Abgeltungsteuer befreien.

Lesen Sie hier mehr zur Versteuerung von Investmentfonds

Aktie

Eine Aktie ist ein Beteiligungspapier an einer Aktiengesellschaft (AG). Der Aktionär nimmt an der Entwicklung des Unternehmens teil und partizipiert in Form von jährlichen Dividenden an dessen Gewinn. Der Preis einer Aktie wird als Aktienkurs bezeichnet. Der Nennwert aller ausgegebenen Aktien eines Unternehmens ergibt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft. Neben dem Miteigentumsrecht hat der Aktionär außerdem Teilhaber- und Mitgliedschaftsrechte: das Recht auf beschlossene Dividende, Stimmrecht auf der Hauptversammlung, Bezugsrecht für junge Aktien und ein Informations- und Auskunftsrecht. Der Preis einer Aktie ergibt sich aus Angebot und Nachfrage am Aktienmarkt.

Was ist eine Aktie - detaillierte Information

Aktienfonds

Aktienfonds sind Investmentfonds, bei der das investierte Geld der Anleger in Aktien angelegt wird. Der Anleger erhält dafür Anteilscheine des von ihm gewählten Fonds. Die Auswahl der Aktien übernimmt der Fondsmanager, der bei einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG) beschäftigt ist. Aktienfonds profitieren von den Chancen verschiedener Anlageschwerpunkte: es gibt Fonds, die in Aktien bestimmter Regionen (z.B. Nordamerika), bestimmter Länder (z.B. Japan), spezifischer Branchen (z.B. Telekommunikation) oder eines festgelegten Börsenindex (z.B. EuroStoxx50) investieren.

Lesen Sie hier mehr zum Unterschied zwischen Aktienfonds und Einzelaktien

Aktiengesellschaft AG

Unternehmensrechtsform, bei der die Aktienbesitzer ihre Gesellschaftsanteile in Form von Aktien halten. Die Aktionäre bestimmen die Besetzung des Aufsichtsrats, der widerum den Vorstandbestellt. Die Aktionäre entscheiden bei Hauptversammlungenüber wichtige unternehmensrelevante Fragen, wie Gewinnverwendung, Entlastung des Aufsichtsrats und Vorstands sowie über etwaige Kapitalerhöhungen, Fusionen uvm.

Aktienindex

Mit einem Aktienindex lässt sich die durchschnittliche Gesamtentwicklung eines Marktes, an dem Aktien gehandelt werden, wiedergeben. Wichtige Indizes sind der DAX an der Börse in Frankfurt, der Dow Jones für die Börse an der Wallstreet in New York, der Hang Seng Index in Hongkong und der japanische Nikkei-Index in Tokio. Die Wertentwicklungen von Aktien, Indizes und Anleihen lassen sich mit Hilfe von computererstellten Charts grafisch anschaulich darstellen.

Aktienindexfutures

Der Basiswert eines Aktienindexfuture ist ein nicht lieferbares Gut, und zwar ein nach bestimmten Regeln errechneter Aktienindex. Bekannte Beispiele für den Aktienindizes sind der deutsche DAX®, der Dow Jones Euro-STOXX®, der amerikanische S&P 500, der japanische Nikkei 225. Ein Aktienindex basiert auf einer Zusammenstellung von Aktien (hypothetisches Portfolio) und drückt mit einer einzigen Zahl den gewichteten Marktwert einer Vielzahl verschiedener Aktien aus, beim DAX® zum Beispiel den Wert von 30 Aktien. Auf solche Aktienindizes werden Futures an internationalen Terminbörsen gehandelt. Aktienindexfutures werden in der Regel mit Barausgleich abgewickelt.

Aktiv gemanagte Fonds

Investmentfonds, dessen Zusammensetzung von einem Fondsmanager beobachtet, überprüft und je nach Marktsituation angepasst wird. Aktiv gemanagte Fonds werden von Fondsgesellschaften emittiert. Einige solcher Fonds werden im Segment Xetra® Activ Funds der Deutsche Börse AG gehandelt. Anleger können die Fondsanteile über die Börse wie einzelne Aktien fortlaufend kaufen oder verkaufen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Fonds zahlt der Anleger keinen Ausgabeaufschlag. Durch die Anpassung des Fondsportfolios an sich verändernde Marktbedingungen versucht der aktiv gemanagte Fonds die Performance eines Referenzindex zu übertreffen. Dividenden werden in der Regel reinvestiert.

All-in Fee

Der Begriff „All-in-Fee“ (engl.: fee = Gebühr) wird im Bereich der Depotbanken, d.h. des Fondsmanagement, verwendet und umfasst alle anfallenden Gebühren in Zusammenhang mit einem Wertpapiergeschäft. All-in-Fee bedeutet also für den Kunden eine einheitliche Belastung. Angegeben wird diese Gebühr in Prozent.

Alternative Investments

Alternative Investments ist ein Marketing-Oberbegriff für Kapitalanlagen und Anlagestrategien, die über die klassischen Geldanlagen (z. B. Aktien, verzinsliche Wertpapiere sowie Geldmarktpapiere) hinausgehen und versuchen, bei jeder Marktentwicklung, also auch bei sinkenden Märkten Gewinne zu erzielen.

Anlagebetrag

Der Anlagebetrag ist die Summe an Geld, die Sie investieren möchten und mit der Ihr Vermögensverwalter arbeiten soll. Bei Dr. Lux & Präuner beläuft sich der Mindestanlagebetrag auf 50.000€. Der Anlagebetrag wird von Ihnen auf das Konto der konto- und depotführenden Bank überwiesen. Wir verwalten das Kundendepot auf der Grundlage einer beschränkten Vollmacht. In der Vollmacht ist ausgeschlossen, dass Kontoguthaben oder Wertpapiere auf Weisung des Vermögensverwalters auf andere Konten oder Depots übertragen werden.

Anlageklasse

Eine Anlageklasse (auch Assetklasse oder asset class genannt, aus dem Englischen „ asset = Anlage“) ist ein bestimmtes Anlagesegment, in das im Kapitalmarkt investiert werden kann, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe

Anlagestrategie

Mit einer Anlagestrategie entscheiden Sie, wie Sie Ihr Geld anlegen möchten. Sie legen fest, wieviel und in welche Anlageklassen Sie investieren möchten, wie lange Ihr Anlagehorizont ist und vor allem, wie Sie bei Marktschwankungen agieren bzw. reagieren. Die Anlagestrategie hängt stark mit Ihrem Risikoprofil zusammen.

Arbitrage

Arbitrage bedeutet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von ähnlichen Wertpapieren, die ungewöhnliche Preisdifferenzen aufweisen. Durch gleichzeitige, kombinierte Käufe und Verkäufe, ist eine Gewinnerzielung aufgrund unterschiedlicher Preise an verschiedenen Handelsplätzen möglich.

Asset Allocation

Die Asset Allocation (engl.), auch genannt Portfolio-Struktur oder Diversifikation, ist die Aufteilung Ihres Portfolios in die von Ihnen gewählten Anlageklassen.

Aufgeld/Agio

Auch Prämie, Agio. Die Prämie drückt aus, um welchen Betrag der Aktienerwerb (allgemeiner: Erwerb des Basiswertes) über die Optionsscheinausübung von dem direkten Erwerb an der Börse abweicht. Die in Prozent angegebene Abweichung wird dann Auf- oder Abgeld genannt.

Außerbörslicher Wertpapierhandel

Wertpapierhandel, der außerhalb der Börsen und in erster Linie zwischen Banken, sowie Banken und Versicherungsgesellschaften stattfindet. Auch Freiverkehr genannt.

Ausgabeaufschlag

Gebühr, welche beim Ankauf von Investmentanteilen von der Gesellschaft erhoben wird, um die Vertriebskosten zu decken. Wird bei Fonds meist in % des Rücknahmepreises ausgedrückt. Nicht zwingend erforderlich.

Ausschüttung

Bei Fonds werden meist jährlich die Erträge vom Fondsverwalter an den Anleger in Form einer Ausschüttung weitergegeben. Dabei kann man zwischen ordentlichen und außerordentlichen Erträgen unterscheiden. Ordentliche Erträge setzen sich je nach Fonds aus Dividenden, Zinsen oder Mieten zusammen. Außerordentliche Erträge enthalten dagegen Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren oder Grundstücken.

Lesen Sie hier mehr über Erträge aus Investmentfonds

B

BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde im Mai 2002 gegründet und vereinigt unter ihrem Dach die drei ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (BAKred), für das Versicherungswesen (BAV) und für den Wertpapierhandel (BAWe). Damit gibt es in Deutschland erstmals eine einheitliche staatliche Allfinanzaufsicht über Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und den Wertpapierhandel. 
Die BaFin ist eine bundesunmittelbare, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Ihr Hauptziel ist es, die Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des gesamten deutschen Finanzsystems zu sichern.

Baisse

In der Baisse sinken die Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Überdurchschnittliche Kursrückgänge einzelner Wertpapiere werden als Kursrückschläge bezeichnet. Anleger sollten nicht unbedingt aus "Panik" in einer Baisse verkaufen, evtl. lohnt ein Nachkauf der in der Baisse besonders günstigen Werte. Das Gegenteil der Baisse ist die Hausse.

Bankenaufsicht

In Deutschland wird die Bankenaufsicht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Bundesbank wahrgenommen. Die rechtliche Grundlage dazu ist das Kreditwesengesetz. Die Bankenaufsicht hat die Aufgabe, im Rahmen der staatlichen Aufsicht über den Finanzmarkt die Tätigkeit von Kreditinstituten zu überwachen. Die Bankenaufsicht umfasst die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb eines Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituts sowie die Kontrolle der laufenden Geschäftstätigkeit hinsichtlich Einhaltung von Vorschriften über Eigenkapital, Liquidität, Begrenzung von Beteiligungen und Depotprüfungen. Die Geldinstitute unterliegen umfassenden Anzeige- und Meldepflichten, die sich hauptsächlich auf die Einreichung von Monatsausweisen, Jahresabschlüssen und die Anzeige von bestimmten Kreditaggregaten (Millionenkredite, Großkredite und Organkredite) erstreckt. Bei unzureichendem Eigenkapital können Gewinnausschüttungen, Entnahmen und Kreditgewährung beschränkt oder das betroffene Geldinstitut sogar geschlossen werden.

Bär

Anleger, der fallende Kurse erwartet, also eine "bearische" Markterwartung besitzt. Gegenteil: Bulle.

Benchmark

Auch: Vergleichsindex, Vergleichsmaßstab Als Benchmark bezeichnet man wichtige Referenzwerte, die als Vergleich zu eigenen Investments oder für die Performance von Investmentfonds verwendet werden. Für Aktien- und Rentenpapiere wird als Benchmark ein jeweils marktrelevanter Index verwendet (z.B. DAX)

Börse

Markt, an dem regelmäßig durch Kaufleute bestimmte austauschbare Güter (Waren, Wertpapiere, Rohstoffe, Devisen, etc.) gehandelt werden. Hier treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Zu den wichtigsten Börsen zählen die New York Stock Exchange an der Wall Street, gefolgt von den Börsen in London und Tokio. Deutschland besitzt neben Frankfurt am Main unter anderem Börsenplätze in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart.

Bottom Fishing

Versuch, den Punkt zu finden, in dem ein Abwärtstrend sein Ende gefunden hat und nun in einen Aufwärts- bzw. Seitwärtstrend dreht. Man versucht also, eine Aktie "vom Boden abzufischen".

Bulle

Anleger, der mit einem bull-market, also mit tendenziell steigenden Kursen rechnet. Gegenteil: Bär

Bundesobligationen

Bundesobligationen sind Schuldverschreibungen des Bundes mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Sie werden als Wertrechtsanleihen im Rahmen einer Daueremission herausgegeben. Ihr Verkauf erfolgt über Kreditinstitute. Vor Börseneinführung können sie nur von natürlichen Personen sowie gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Einrichtungen erworben werden. Nach Börseneinführung ist ein allgemeiner Erwerb möglich.

C

Chartanalyse

Eine Chartanalyse ist eine Vielzahl einzelner Techniken, die eine Vorhersage zukünftiger Börsenkurse anhand historischer Kursentwicklungen (zum Beispiel Trends) anstreben. Zur Unterstützung der Prognosen werden verschiedene Indikatoren herangezogen.

Commodity

Bezeichnung für eine Ware wie Getreide, Kaffee oder einen Rohstoff wie Gold, Silber.

Commodity Futures Trading Comission

Amerikanische Aufsichtsbehörde, die den Handel mit Rohstoffen an den amerikanischen Terminbörsen überwacht.

Computerbörse

Börsentyp (z.B. der Handel im Xetrasystem oder an der EUREX), bei dem der gesamte Handelsprozess komplett voll elektronisch und damit automatisiert abläuft. Dies beginnt mit der computerunterstützten Ordereingabe, der elektronischen Weiterleitung an die Börse, der Auftragsbestätigung und späteren Abrechnung der durchgeführten Trades.

Core-Satellite-Ansatz

Als Core-Satellite-Strategie (auch Core-Satellite-Ansatz, englisch: core - Kern) bezeichnet man im Portfoliomanagement die Aufteilung eines Portfolios auf eine breit diversifizierte Kerninvestition („Core“), die eine Grundrendite mit ausreichender Sicherheit bieten soll, und mehrere Einzelinvestitionen („Satellite“) mit höherem Risiko und Renditepotenzial, die zur Renditesteigerung angehängt werden.

D

Dachfonds

Als Dachfonds (engl. fund of funds) werden Investmentfonds bezeichnet, die das Geld der Anteilseigner wiederum in Anteilen von Investmentfonds anlegen. Die Fonds, in die der Dachfonds investiert, bezeichnet man dabei als Zielfonds.

DAX

Deutscher Aktienindex. Der DAX enthält die Kurse von derzeit 30 deutschen Standardwer- ten. Auswahlkriterien für die einzubeziehenden Gesellschaften sind Umsatzstärke, Börsenkapitalisierung, Vorhandensein früherer Eröffnungskurse und Branchenrepräsentativität. Das Gewicht einer Aktie im Index bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung. Hierzu wird der Kurs jeder Aktie mit der an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen und für lieferbar erklärten Anzahl der Aktien gewichtet.

DAX 30

Aktienindex, der die Kurse der wichtigsten 30 größten deutschen Aktien laufend in gewichteter Form abbildet.

Deflation

Bezeichnung für eine starke Abnahme der Geldmenge bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage nach Gütern und Diensten; eine Deflation hat in der Regel einen Preisverfall und somit einen Rückgang an Investitionsvolumen zur Folge. Gegenteil: Inflation

Depot

Gem. § 3 des Depotgesetzes Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren Dritter durch Kreditinstitute. Als Verwahrungsarten gibt es die Sonderverwahrung gem. § 2 DepotG (Streifbandverwahrung) und die Sammelverwahrung.

Depotauszug

Wird i.d.R einmal jährlich zum 31.12. erstellt und enthält die Aufstellung eines Kreditinstitutes über die von ihm aufbewahrten und verwalteten Wertpapierbestände des Depotkunden.

Depotgebühren

Betrag, den der Kunde eines Kreditinstitutes für die Verwaltung und Verwahrung (siehe Depotgeschäfte) seiner Wertpapiere (Überwachung der Zinstermine, Überweisung der Zinsen, etc.), also für die Führung seiner Depots an dieses zu zahlen hat.

Derivate

Finanzinstrumente, die aus anderen Anlageobjekten wie z.B. Aktien abgeleitet sind. Als Beispiele wären hier Swaps, Optionen und Futures zu nennen.

Deutscher Rentenindex (REX)

Index, der aus 30 idealtypischen Anleihen mit ganzzahligen Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren und je drei Kupontypen von 6 Prozent, 7,5 Prozent und 9 Prozent besteht. Die Anleihen sind nach ihrem Marktanteil gewichtet.

Direktkommanditist

Anleger bzw. Beteiligter, der sich direkt an der Fondsgesellschaft beteiligt und auch persönlich ins Handelsregister eingetragen wird.

Diversifikation

Geldanlage in mehreren Ländern, Branchen und Wertpapieren zur Streuung des Risikos. Zentrale Bedeutung in der Portfolio-Theorie.

Dividende

Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre oder eine Genossenschaft an ihre Mitglieder ausschüttet. Bei der GmbH spricht man statt von einer Dividende von einer Gewinnausschüttung. Die Höhe der Dividende orientiert sich am Gewinn des Unternehmens, wobei in der Regel ein Teil des Gewinns einbehalten und den Rücklagen zugeführt wird, um beispielsweise Investitionen zu finanzieren

 

Lesen Sie hier mehr zur Dividende aus Aktienfonds

Dow Jones Stoxx 50

Der Dow Jones Stoxx 50 ist ein europäischer Aktienindex, der insgesamt 50 Aktien enthält (darunter auch Aktien aus Ländern, die nicht an der gemeinsamen europäischen Währung EURO beteiligt sind).

Duration

Einfache Duration: Kennzahl, die die durchschnittliche Bindungsdauer einer Kapitalanlage mit exakt festgelegtem Zahlungsstrom anzeigt. Modifizierte Duration: Kennzahl, die die prozentuale Kursänderung einer Anleihe in Abhängigkeit von einer Marktzinsveränderung anzeigt.

E

Effekten

Sammelbegriff für fungible, d.h. am Kapitalmarkt handelbare, vertretbare Wertpapiere, die der Kapitalbeschaffung und der Anlage von Kapital dienen. Zu ihnen gehören u.a. Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, sonstige Anleihen. Nicht zu Effekten zählen Banknoten, Schecks, Wechsel.

Einheitskurs

Wenn Wertpapiere an der Börse beim Parketthandel mit nur einem Kurs während der Börsenzeit gehandelt werden, bezeichnet man diesen Kurs als Einheitskurs oder Kassakurs. Zum Einheitskurs werden alle Börsenaufträge abgerechnet, die nicht im variablen Handel abgewickelt werden. Bei zum variablen Handel zugelassenen Papieren erfolgt die Kursnotierung dagegen für jeden zustande gekommenen Umsatz.

Emission

Erstausgabe und Unterbringung neuer Wertpapiere (Aktien, Anleihen, etc.). Erfolgt meist unter Einschaltung einiger Kreditinstitute, welche sich zu diesem Zweck zu einem Emissionskonsortium zusammenschließen. Eine Emission dient in erster Linie der Kapitalbeschaffung eines Unternehmens. Von Neuemission spricht man, wenn ein Unternehmen zum ersten Mal an die Börse geht.

Emmisionskosten

Alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Prospektherausgabe und Einwerbung des Gesellschaftskapitals stehen (z.B. Eigenkapitalbeschaffungsgebühren, Prospektdruckkosten).

ETC (Exchange Traded Commoditites)

Bei den ETCs handelt es sich um börsengehandelte Wertpapiere, die Anlegern eine Investition in die Anlageklasse Rohstoffeerlauben. Es handelt sich um eine Sonderform von Zertifikaten, d.h. um unbefristete, besicherte Schuldverschreibungendes jeweiligen Emittenten.

EUREX

Die European Exchange, kurz EUREX, ist eine der weltweit größten Terminbörsen für Finanzderivate (Futures und Optionen), die 1998 aus dem Zusammenschluss der DTB (Deutsche Terminbörse) und der zur SWX Swiss Exchange gehörenden SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) hervorging und sich heute zu gleichen Teilen im Besitz der Deutsche Börse AG und der SIX Swiss Exchange befindet.

F

Festgeld

Termineinlage bei einem Kreditinstitut mit vereinbarter fester Laufzeit. In der Regel ist auch der vereinbarte Zinssatz während der Laufzeit fest. Wird das Festgeld am Ende der Laufzeit nicht verlängert (prolongiert), wird es als Sichteinlage weitergeführt.

Festverzinsliches Wertpapier

Wertpapier, das während seiner gesamten Laufzeit einen unveränderlichen Zins hat. Die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere gilt als vergleichsweise konservative Geldanlage, da das Zinsausfallrisiko sehr gering ist. Beispielhaft wären hier Anleihen und Pfandbriefe zu nennen.

Fonds

Von einer Investmentgesellschaft verwaltete Sondervermögen, die in Aktien, Immobilien, Renten, o.ä. angelegt sind. Durch Verteilung des Vermögens wird in der Regel eine Risikoverteilung geschaffen, womit die Fonds üblicherweise eine risikofreiere Anlage als die Anlage in Einzelwerte darstellen.

Freistellungsauftrag

Jeder Anleger kann bei einem oder mehreren Kreditinstituten einen Freistellungsauftrag einreichen. Dieser befreit den Anleger bis zu einem Betrag von EUR 1.601,- für Ledige (bei Verheirateten beträgt die Grenze EUR 3.202,-) vom Abzug der Körperschaftsteuer, der Kapitalertragsteuer, der Zinsabschlagsteuer, der Zwischengewinnbesteuerung und dem Solidaritätszuschlag. 
Grundsätzlich kann jeder unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Steuerinländer einen Freistellungsauftrag erteilen (auch Minderjährige).

Fundamentalanalyse

Bestandteil der Finanz- und Effektenanalyse. Hierbei ermittelt man mit Hilfe von "Fundamentaldaten" den inneren Wert eines Wertpapiers z.B. einer Aktie, um den sich der Kurs bewegt. Liegt nun der Kurs unter dem inneren Wert, ist die Aktie preiswert und sollte erworben werden. Bei einem Kurs oberhalb des inneren Wertes ist die Aktie teuer und sollte nicht gekauft werden bzw. verkauft werden. Es existiert keine einheitliche Konzeption zur Errechnung des inneren Wertes, jedoch ist die "present value theorie", die auf der Kapitalwertmethode beruht die momentan wohl verbreitetste. Steht im Gegensatz zur technischen Analyse.

Future

In Bezug auf Menge, Qualität und Liefertermin standardisierter Terminkontrakt. Eine Vertragspartei verpflichtet sich hierbei, eine definierte Menge z.B. eines Finanztitels zu einem festgesetzten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in festgelegter Qualität an einen bestimmten Ort zu liefern. Die andere Vertragspartei verpflichtet sich zur Abnahme. Man unterscheidet zwischen Financial Future (Finanzterminkontrakt) und Commodity Future (Warenterminkontrakt). Der Handel erfolgt an eigenen Terminbörsen wie z.B. der Eurex.

G

Geldmarkt

Der Geldmarkt ist ein Markt für kurzfristige Kredite und Guthaben. Man unterscheidet verschiedene Formen von kurzfristigen Krediten:

  • Tagesgeld, das bis zu 24 Stunden Laufzeit hat
  • tägliches Geld (täglich kündbar)
  • Monatsgeld
  • Dreimonatsgeld

Besonders wichtig ist der Geldmarkt für die Banken zur Beschaffung von Liquidität.

Geldmarktfonds

Bezeichnung für Investmentfonds, die vorwiegend in Geldmarktpapiere investieren.

Genussschein

Schuldverschreibung, die im Gegensatz zur Aktie kein Miteigentum, sondern lediglich i.d.R. einen Anteil am Reinerlös bzw. Liquidationserlös v.a. bei Aktiengesellschaften und GmbH's verbrieft. Auch die Verbriefung anderer Vermögensrechte ist möglich. Genussscheine sind verkäuflich, gelten aber nicht als Aktien.

Genussscheine

Genussscheine sind Wertpapiere, durch die der Käufer als Geldgeber eines Unternehmens fungiert. Dafür erhält er die Berechtigung, am Gewinn teilzuhaben. Der Unterschied zu einer Aktie besteht darin, dass Genussscheine dem Besitzer keinerlei Stimmrechte im Unternehmen gewähren. Man unterscheidet vier Arten von Genussscheinen:

  1. Festverzinsliche Wertpapiere, bei denen der Besitzer auch am Verlust beteiligt wird.
  2. Genussscheine, bei denen es für den Besitzer eine Mindestausschüttung mit zusätzlichem Bonus je nach Dividende gibt.
  3. Genussscheine, bei denen die Ausschüttung vollständig von der Dividende abhängig ist.
  4. Genussscheine, bei denen die Ausschüttung von der Rendite abhängig ist.
Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds gehören zu den Investmentfonds und können Anteile zeitweise und bis zu einem bestimmten Umlaufvolumen emittieren, aber nicht zurücknehmen. Am Markt werden die Anteile jedoch weiterhin gehandelt.

Lesen Sie hier mehr zu Offenen / Geschlossenen Fonds

Gewinn je Aktie

Eine wichtige Kennzahl für die Bewertung von Aktien ist der Gewinn je Aktie (englisch: EPS, Earnings per share). Der Gewinn je Aktie ist der Quotient aus dem Gewinn einer Periode und der Aktienanzahl des Unternehmens.

H

Handelszeiten

An der Börse bestehen zwischen dem Parketthandel und dem Computerhandel unterschiedlichen Handelszeiten. Der Parketthandel findet üblicherweise zwischen 9 und 20 Uhr statt, der Computerhandel über Xetra zwischen 9 und 17:30 Uhr.

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung (HV) ist das jährliche Zusammentreffen der Aktionäre, auf der über die wichtigsten zukünftigen Schritte des Unternehmens, wie z. B. die Verwendung des Bilanzgewinnes, Kapitalerhöhungen, Neuwahl des Aufsichtsrates, Entlastung des Vorstandes etc. entschieden wird und vom Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet wird.

Hausse

Eine Hausse ist gekennzeichnet durch einen länger anhaltenden Kursanstieg des Gesamtmarktes oder einzelner Marktbereiche. Dieser Markt wird umgangssprachlich auch als Bull Market oder zu deutsch Bullenmarkt bezeichnet. Gegenteil: Baisse.

Hedge

Hedge ist die englische Entsprechung für "Hecke". Im Börsenjargon bedeutet "eine Hecke bauen", zu versuchen, sich gegen Preisrisiken abzusichern. Ein Aktieninhaber trägt das volle Risiko der Preisschwankungen.

Hedge-Fonds

Als Hedge-Fonds werden Investmentfonds bezeichnet, die bezogen auf ihre Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen unterliegen. Unter Verwendung jeglicher Anlageformen wird eine möglichst rasche Vermehrung des Kapitals angestrebt. Deshalb bieten Hedge-Fonds die Chance auf eine sehr hohe Rendite, beinhalten jedoch auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts, da sie überwiegend in Optionen und Futures investieren.

I

Immobilienfonds

Immobilienfonds sind je nach ihren Anlagebestimmungen vollständig oder teilweise in Immobilien (Grundstücke und Gebäude) investiert. 
Man unterscheidet offene und geschlossene Immobilienfonds. Offene Immobilienfonds werden von Investmentgesellschaften nach den Grundsätzen des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften aufgelegt. Geschlossene Immobilienfonds haben eine andere Rechtsnatur und dürfen von Investmentgesellschaften nicht aufgelegt werden.

Index

Der Index ist eine verändliche Zahlengröße, die aus einem nach bestimmten Kriterien festgelegten Bestand von Wertpapieren errechnet wird und deren Veränderungen die Kursbewegungen dieser Wertpapiere widerspiegeln.

Inflation

Prozess der anhaltenden Preisniveausteigerung und somit des Kaufkraftschwundes des Geldes. Allgemein entsteht Inflation, wenn das Güterangebot unterhalb der monetären Gesamtnachfrage liegt (inflatorische Lücke) und es somit zu Preissteigerungen kommt. In fast allen Volkswirtschaften gibt es Inflation.

Inhaberaktie

Eine Inhaberaktie ist ein Wertpapier, bei dem die verbrieften Rechte vom jeweiligen Inhaber geltend gemacht werden können, ohne dass dieser den Nachweis erbringen muss, der tatsächliche Inhaber der Aktie zu sein. Gegenteil: Namensaktie.

International Securities Identification Number (ISIN)

Jeder Aktie ist eine Kennziffer zur eindeutigen Identifizierung zugeordnet. 2003 wurde das bis dahin geltende deutsche System der Wertpapierkennnummer (kurz: WKN) durch das internationale System der International Securities Identification Number (kurz: ISIN) ersetzt. Mit Hilfe der zwölfstelligen ISIN-Kennziffer lässt sich jede Aktie weltweit unzweifelhaft identifizieren, eine entscheidende Grundvoraussetzung für den fehlerfreien Handel.

Ein konkretes Beispiel anhand der Aktie des Versicherungskonzerns Allianz:

WKN (alt, aber noch in Gebrauch): 840400

ISIN (neuer Standard, wir empfehlen die konsequente Nutzung der ISIN): DE0008404005

Die alte Wertpapierkennnummer ist also auch heute noch integraler Bestandteil der neuen international einheitlichen Kennung.

Investmentfonds

Ein Investmentfonds (Kurzform: Fonds) bietet Ihnen eine Möglichkeit Ihr Geld breit gestreut in unterschiedliche Wertpapiere anzulegen.

In einem Investmentfonds wird das Geld der Anleger gesammelt und in unterschiedliche Anlagebereiche investiert. Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) bündelt diese Gelder, um sie nach vorher festgelegten Anlagezielen nach dem Prinzip der Risikostreuung beispielsweise in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Geldmarkt oder Immobilien anzulegen.

Lesen Sie hier mehr zum Investmentfonds

Investmentzertifikate

Auch Investmentanteilscheine. Anteile an einem Fonds (Wertpapier- oder Immobilienfonds), die jederzeit zum Rücknahmepreis verkauft werden können.

K

Kontrakt

An den Terminmärkten standarisierte Menge für ein Futuregeschäft. Die standarisierten Kontraktspezifikationen enthalten Angaben über Laufzeit des Kontrakts, Menge und Qualität des Basiswerts. Einzige Variable ist der Preis des Kontraktes, der an der Börse gehandelt wird.

Kurs

Als Kurs oder Kurswert bezeichnet man den Preis eines an der Börse gehandelten Wertpapiers, von Devisen und anderen fungiblen (Fungibilität) Werten. Der Kurs ist als Marktpreis das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Man unterscheidet im Allgemeinen mehrere gängige Kurswerte. Der Anfangskurs steht am Beginn, der Schlusskurs am Ende von zum Handel zugelassenen Notierungen.

L

Leerverkauf (Short-Position)

Unter Leerverkäufen wird der Verkauf eines Wertpapiers verstanden, das der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht besitzt. Hierzu leiht sich der Verkäufer das Wertpapier von einem Dritten und verpflichtet sich zur Rücklieferung zu einem späteren Zeitpunkt. Ein derartiges Geschäft steht unter der spekulativen Erwartung, dass sich der Verkäufer zum Zeitpunkt der Erfüllung preiswerter am Markt eindecken kann und gegenüber dem zunächst erzielten höheren Verkaufspreis einen entsprechenden Gewinn erzielt.

Leverage

Unter Leverae ("Hebelarm“) wird die Aufnahme von Krediten verstanden mit dem spekulativen Ziel, die (erwartete) Rendite einer Investition mittels Fremdkapital weiter zu steigern. Die Hebelwirkung entsteht, weil sich mit relativ geringem Kapitaleinsatz vergleichsweise hohe Volumina eines Basiswertes (Underlying) „bewegen“ lassen.

Liquidität

Liquidität steht für die Fähigkeit eines Unternehmens, flexibel auf Anlagechancen reagieren zu können und außerdem in der Lage zu sein, Anlegern, die ihre Anteile verkaufen wollen, den Wert täglich auszuzahlen. Liquide Mittel sind Barmittel eines Unternehmens (der Kassenbestand) oder jederzeit verfügbare Gelder.

P

Performancefee

Performancefee bedeutet erfolgsabhängige Vergütung, d.h. Sie zahlen uns nur im Falle einer Wertsteigerung Ihres Depots eine Vergütung.

Zum Beispiel:

Anlagesumme 100.000€/ Performancegebühr 15%
Wertsteigerung des Depots im ersten Jahr 10.000€
Erfolgsabhängige Vergütung im ersten Jahr: 1.500€

Portfoliomanagement

Unter Portfoliomanagement versteht man die Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios, d. h. eines Bestandes an Investitionen, im Sinne der mit dem Investor vereinbarten Anlagekriterien, insbesondere durch Käufe und Verkäufe mit Blick auf die erwarteten Marktentwicklungen.

R

Range

Differenz zwischen dem Hoch und dem Tief einer Kursbewegung während eines näher definierten Zeitabschnittes, z. B. Tages-Range.

Rating

Ein Rating sind Bemessungen der Zahlungsfähigkeit, Größe und Kapitalkraft von Banken und anderen Unternehmen. Grosse Rating-Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's und Fitch analysieren Banken tagtäglich auf diese Eigenschaften. Ein Rating A stellt immer eine ausgezeichnete, überdurchschnittlich hohe Kapitalkraft dar - und somit eine hohe Sicherheit für den Anleger.

Rebalancing

Unter Rebalancing versteht man die Wiederangleichung eines Depots, um eine zuvor festgelegte Portfolio-Strukturierung wiederherzustellen. Dies geschieht, indem Kapital von einer Asset-Klasse in die andere umgeschichtet wird, oder indem "unterrepräsentierte" Asset-Klassen hinzugekauft werden.

Das Ungleichgewicht entsteht, durch die Wertveränderungen der Asset-Klassen (Aktien, Investmentfonds, etc.) im Laufe des Jahres.

Rendite

Die Rendite ist die Wertentwicklung einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum. Sie wird in der Regel für ein Jahr berechnet. Sie weist den Gesamterfolg einer Anlage auf, der sich in der Regel aus der tatsächlichen Verzinsung (Effektivverzinsung), den Dividendenerträgen sowie möglichen Kursveränderungen zusammensetzt und dann in Relation zum investierten Kapital gesetzt wird. Die Rendite wird in Prozent angegeben.

Einfach erklärt:

Die Rendite ist prozentual gesehen der Gewinn, den ein Investment abwirft. bezogen auf das eingesetzte Kapital.

Beispiel:

Sie kaufen eine Nestleaktie für 100€. Die Aktie steigt in einem Jahr auf einen Wert von 120€ und schüttet gleichzeitig 30€ Gewinn aus. Somit ist der Wert Ihres Aktieninvestments von 100€ auf 150€ gestiegen (120€ Wert der Aktie, 30€ Dividendenausschüttung). Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 50%

Rentenfonds

Rentenfonds sind Fonds, die ihr Vermögen je nach ihren Vertragsbedingungen überwiegend in verzinslichen Wertpapieren anlegen. Sie unterliegen geringeren Schwankungen als Aktienfonds. Die Anlage in Rentenfonds ist daher auch mit einem geringeren Risiko verbunden, allerdings liegen auch die Ertragschancen niedriger wie bei einem Aktienfonds.

Lesen Sie hier mehr zu den Modellen für den Rentensparplan und die Garantie-Investment-Rente

Rentenmarkt

Der Rentenmarkt ist das Pendant zum Aktienmarkt und ist ein Teil des börsenmäßig organisierten Kapitalmarktes. Am Rentenmarkt werden in erster Linie Anleihen der öffentlichen Hand, Kommunalobligationen, Pfandbriefe und Industrieobligationen gehandelt.

Risiko

Als Risiko bezeichnet man die Unsicherheit oder auch die Gefahr für Anleger, Verluste bei ihren Transaktionen mit Wertpapieren zu erleiden. Wenn der Begriff Risiko im Zusammenhang mit Investmentfonds gebraucht wird, sind meist die vergangenen und zu erwartenden Kursschwankungen gemeint. Diese Schwankungen werden mit einer mathematisch-statistischen Operation, der Standardabweichung, gemessen. Sie drückt die Schwankungsbreite eines Kurses um einen Mittelwert aus. Je größer die Schwankungen der Vergangenheit sind, desto größer ist die Risikokennziffer der Wertpapieranlage.

T

Thesaurierung

Erwirtschaftet ein Unternehmen in einem Jahr Gewinne, so hat es entweder die Möglichkeit, diese Gewinne auszuschütten, d.h. den Anteilseignern (Aktieninhabern) ihren Anteilswert auszuzahlen, oder aber die Gewinne werden für Investitionen innerhalb des Unternehmens einbehalten. Ist dies der Fall spricht man von Thesaurierung.

Die Vorteile der Thesaurierung für die Anteilseigner sind:

  • geringere steuerliche Belastung
  • die Anteile haben nun einen höheren Eigenwert

V

Verlustaversion

die Verlustaversion ist ein Bestandteil der Prospect Theory, die 1979 von Kahneman und Tversky aufgestellt wurde.

Hierin wird nachgewiesen, dass Menschen die Tendenz haben, Verluste wesentlich stärker zu empfinden als Gewinne.

Das bedeutet, dass man sich über verlorene 100€ wesentlich länger und intensiver ärgert, als sich über gewonne 100€ zu freuen.

Daraus resultieren auch die Erkenntnisse, dass sich Individuen in Entscheidungssituationen irrational verhalten. Dies wiederum verletzt die Annahme der neoklassischen ökonomischen Entscheidungstheorie, wonach der Homo Oeconomicus nutzenmaximierend und rational handelt.

Das Konzept der Verlustaversion spiegelt sich auch im Verhalten vieler Anleger wider. Sie vermeiden es, Aktien bei leichteren Kursrückgängen zu verkaufen und entschließen sich oft erst dann zum Verkauf, wenn der Kurs bereits stark gefallen ist und ein Panikgefühl einsetzt. Die Verlustaversion verhindet somit, dass ein schlechtlaufendes Investment verkauft und in eine Geldanlage mit besseren Renditeaussichten umgeschichtet wird.

  • Menschen empfinden in der Regel den Nutzen, den sie aus dem Gewinn einer bestimmten Höhe X ziehen, als geringer im Vergleich zum Schaden, den sie beim dem Verlust der gleichen Summe X erleben. Der Nutzen von Gewinnen und Verlusten ist also nicht symmetrisch verteilt.

    Dies erklärt das Konzept der Verlustaversion, das sich auch im Verhalten vieler Anleger widerspiegelt: sie vermeiden es, Aktien bei leichteren Kursrückgängen zu verkaufen und entschließen sich oft erst dann zum Verkauf, wenn der Kurs bereits substantiell gefallen ist und ein Panikgefühl einsetzt. Die Verlustaversion kann somit verhindern, dass ein verlustträchtiges Investment verkauft und in eine Geldanlage mit besseren Renditeaussichten umgeschichtet wird.

Volatilität

Maßzahl für die Intensität der Kursschwankungen eines Wertpapiers innerhalb einer definierten Periode. Die Berechnung erfolgt meistens durch die Standardabweichung. Sie drückt die Schwankungsbreite eines Kurses aus. Sie dient als Maß für erwartete und tatsächliche Kursbewegungen und für die Beurteilung der Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit.

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Wertpapiernummer (WKN)

Jedes an der Börse gehandelte Wertpapier hat eine Nummer, nach der Sie in dieser Maske gefragt werden. Die in Deutschland verwendete Wertpapiernummer WKN ist eine sechsstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben. Die internationale Nummer ISIN hat zwölf Stellen und beginnt mit zwei Buchstaben für das Land. Beide Nummern finden Sie im Kursteil der Tageszeitungen und auf Internet-Finanzportalen wie zum Beispiel www.finanzen.net oder www.gevestor.de.