Anlegerbrief Januar 2021

Börse aktuell: Jahresauftakt mit Allzeithoch

Sehr geehrter Anleger,

neue Allzeithochs wurden erreicht. Corona und Trump konnten es nicht verhindern. Der Jahresauftakt ist gelungen.
Lesen Sie außerdem, was Experten für das kommende Börsenjahr prognostizieren, und warum für zyklische Aktien gute Chancen bestehen.

 

Börse aktuell: Jahresauftakt mit Allzeithoch

In Deutschland und USA haben die Aktienindizes neue Rekordstände erreicht. Die Zeichen stehen gut, dass es in diesem Jahr weiter aufwärts geht.
Es ist wie ein Déjà-vu: Im Januar 2020 standen die Aktienmärkte ebenfalls auf Rekordständen, und die Stimmung unter den Anlegern war weiter zuversichtlich. Wir wissen, es kam etwas anders, und dennoch – unglaublich, aber wahr: Auch zu diesem Jahresanfang stehen die Märkte wieder auf Höchstständen, und man muss konstatieren, dass gerade wegen der Corona-Krise die Aussichten erneut positiv sind.

Ein guter Jahresauftakt ist börsenpsychologisch sehr wichtig. Viele Anleger messen dem Abschneiden in der ersten Handelswoche eine Indikatorfunktion für das Gesamtjahr bei. Der neue Höchststand im Dax liegt nun bei 14.133 Punkten. Seit dem Tief im vergangenen Frühjahr hat er somit mehr als 70% zugelegt. Während manche privaten Anleger skeptisch fragen, wie lange die Rallye noch weitergehen kann, sind die meisten Anlageprofis zuversichtlich hinsichtlich weiterer Kursgewinne.

Es passiert zwar häufig, dass die Aktienmärkte zunächst eher freundlich in ein neues Jahr hineinstarten, doch es gab zum Jahreswechsel durchaus Ereignisse mit Potential, die Kursstimmung zu drücken. Die Erstürmung des Kapitols der Vereinigten Staaten in Washington durch Trumps Anhängerschaft hat ein politisches Nachspiel, das in den USA zu weiteren Unruhen führen könnte.
Hierzulande befindet sich Deutschland fest im Griff der zweiten Corona-Welle. Der wirtschaftliche Lockdown zieht sich hin, mit immer neuen Verschärfungen. Die Impfkampagne gewinnt langsamer als erhofft an Fahrt, so dass erst im Herbst mit einer Immunität der Bevölkerung zu rechnen ist. Für zahlreiche Unternehmen bedeutet dies weitere Belastungen. Doch diese Risiken blenden die Aktienmärkte aktuell aus.

Denn in der Langfristperspektive fällt es leicht, für die Aktienmärkte positiv gestimmt zu sein. Dafür gibt es mehrere Gründe:
International ruht viel Hoffnung auf dem neugewählten US-Präsidenten Joe Biden, mit dem der unberechenbare Politikstil der USA zunächst einmal Geschichte ist. Allzu einseitige Prognosen, wonach bei einem Wahlsieg des Demokraten der weltweit größten Volkswirtschaft wochenlange Straßenschlachten und eine tiefe Verfassungskrise drohen, sind nicht eingetreten. Noch-Präsident Donald Trump mag das Ergebnis nicht anerkennen, doch ändern kann er nichts mehr daran. Deutsche und europäische Unternehmen mit starkem US-Geschäft werden nicht mehr unter den Stimmungsschwankungen eines Präsidenten leiden, der an einem Tag Zölle androht, um sie in den Folgetagen wieder infrage zu stellen oder sie mit neuerlichen Attacken gegen Handelspartner der USA zu toppen.
Endlich konnte der US-Kongress zuletzt auch die von Trump immer wieder blockierten Konjunkturhilfen im Umfang von rund 900 Milliarden Dollar auf den Weg bringen. Da die Demokraten doch noch die faktische Stimmenmehrheit im Senat eroberten, wird dem neuen Präsidenten Joe Biden die Umsetzung seiner Ausgabenpläne erleichtert. Zur Bekämpfung der Corona-Krise strebt Biden ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket an.
Auch in Europa sollte sich die Konjunktur zunehmend erholen, je mehr man die Corona-Pandemie durch Impfungen in den Griff bekommt. Großbritannien hat zwar den Austritt aus der EU jetzt endgültig vollzogen, doch zumindest wurde ein harter BREXIT durch eine Einigung kurz vor Jahresende vermieden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Notenbanken in Europa und den USA werden die Zinsen noch lange niedrig halten und die Märkte mit Liquidität versorgen. Die Fed strebt Vollbeschäftigung an, die EZB dauerhaft höhere Inflation. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis diese Ziele erreicht werden. Die expansive Geldpolitik dürfte Aktien daher weiterhin Auftrieb geben.

Experten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

Experten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

DAX: 14.500 (13.719)
Rendite 10-jähriger Bundesanleihen: -0,25% (-0,57%) 
Euro/US-Dollar: 1,23 (1,22)


Quelle: Capital 01/21
angegeben ist jeweils der erwartete Jahresendstand als Durchschnittswert (Median) aus einer Umfrage der Bank of America bei Fondsmanagern; in Klammern der Stand Ende 2020

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Aktienausblick 2021: Gute Aussichten für Zykliker

Konjunkturabhängige Industrieproduktion

Wenn es mit der Wirtschaft weltweit bergab geht, leiden Automobil- und Maschinenbau sowie Tourismus- und Logistikunternehmen besonders stark. Sorgen sich die Menschen um ihren Arbeitsplatz, denken sie eben nicht zuerst an neue Anschaffungen wie ein Auto oder die nächste Urlaubsreise. Entsprechend stark sind die Aktienkurse dieser Unternehmen auch im Corona-Jahr 2020 gesunken.
Erholt sich die Wirtschaft dann aber wieder, kann es für diese „Zykliker“, sprich konjunkturabhängige Unternehmen, an der Börse umso schneller wieder nach oben gehen - ein allgemeines Phänomen, von dem Anleger auch in diesem Jahr profitieren könnten. Vielleicht gibt es nochmals eine kleine Delle, wenn die aktuellen Lockdown-Maßnahmen kurzfristig ihren Tribut fordern und die europäische Wirtschaft nochmals in eine vorübergehende Rezessionsphase zwingen.

Die Impfstoff-Zulassungen sind jedoch ein „Game-Changer“ für die Märkte und die Wirtschaft: Obwohl es bis zu einer breiten Immunisierung noch Monate dauern wird, ist nun absehbar, dass sich die Welt 2021 der Normalität annähern und zu üblichen Konsum- und Investitionsgewohnheiten von Vor-Corona-Zeiten zurückkehren wird. China hat es vorgemacht. Das Land, in dem das Coronavirus zuerst ausbrach, hat die Pandemie am schnellsten wieder in den Griff bekommen, und auch Chinas Wirtschaft ist schon wieder auf Kurs. Das spiegelt sich auch an der Börse wider. Der breite chinesische Leitindex hat in diesem Jahr mehr als 20% zugelegt und ließ damit selbst den amerikanischen S&P 500 hinter sich.
Ein wichtiges Signal für die Märkte ist zudem, dass die Geld- und Fiskalpolitik weiter exzessiv die Wirtschaft stützen wird, bis alles Ungemach vorüber ist. Das Zusammenspiel von Notenbanken und Regierungen mit billionenschweren Anleihekauf- und Konjunkturprogrammen ist in der Tat beispiellos.

Weil die Märkte insgesamt aber schon wieder weit gelaufen sind, suchen Investoren nach Aktien, die die Erholung noch nicht so sehr mitgemacht haben und unterbewertet sind. Fündig werden sie hier vor allem bei besagten zyklischen Aktien.
Seit den ersten positiven Impfstoffnachrichten Anfang November haben zyklische Aktien zum Beispiel aus der Autobranche und aus dem Bereich Touristik und Freizeit massiv zugelegt. Gleichzeitig verloren die Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Technologie und Online-Dienstleister, die von der Corona-Pandemie massiv profitiert haben.
Das mag nur ein Vorgeschmack sein auf eine Sektorrotation, die uns auf dem Weg in Richtung Normalität begleiten dürfte. Die Impfstoffe werden eine allmähliche Wiederöffnung der aktuell eingefrorenen Wirtschaftssektoren ermöglichen. Dieser Nachholeffekt dürfte positive Wirkungen auf die Gewinne haben und zu steigenden Aktienkursen bei zyklischen Aktien führen.

Wegen der Hoffnung auf den Nachholeffekt bei zyklischen Aktien setzen Investoren derzeit verstärkt auf Aktien aus Europa. Hier besteht der größte Nachholbedarf. Dennoch stehen nicht alle Unternehmen gleichermaßen auf der Favoritenliste der Analysten. Firmen, die sich in die Obhut des Staates gerettet haben, wie z.B. Lufthansa, werden es schwerer haben.
Bedenken sollte man auch, dass die Outperformance europäischer Aktien schon oft ausgerufen wurde, letztlich dann aber doch stets die US-Börsen die Nase vorn hatten, die in den vergangenen Jahren vor allem von ihrem großen Anteil an Technologieunternehmen profitierten. Da der Megatrend „Digitalisierung“ langfristig weiter intakt ist, könnte eine bessere Entwicklung europäischer Aktien wieder nur kurzfristig sein.


Unser Tipp:
Nachzügler finden wir auch unter vielen internationalen Markenunternehmen, die oftmals vom Einzelhandel abhängen. Gerade Konsum- und Luxusgüterhersteller können die Lockdown-Ausfälle häufig nicht komplett durch Onlinehandel kompensieren. Die Begehrlichkeit der Verbraucher nach diesen Annehmlichkeiten des Alltagslebens bleibt aber bestehen. Damit stehen die Chancen für Nachholeffekte gut. Bei Dr. Lux & Präuner profitieren wir davon in unserem Einzelaktien-Konzept STARKE MARKEN, und so blicken wir dem Börsenjahr 2021 ganz zuversichtlich entgegen.

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