Anlegerbrief Oktober 2018

Börse aktuell: Die Tendenz ist abwärts

Sehr geehrter Leser,

Dieses Jahr bekommt der deutsche Aktienmarkt irgendwie keinen festen Tritt auf dem Börsenparkett. Seit Jahresanfang liegt der Aktienindex DAX mit gut 10% im Minus. Waren die Prognosen am Jahresbeginn noch ganz zuversichtlich, dass die Unternehmen ihre Gewinne weiter steigern, machen aktuelle Gewinnmeldungen deutlich, dass Trump´s Kontrapolitik Wirkung zeigt.

Börse aktuell: Die Tendenz ist abwärts

Die deutsche Industrie hat sich auf die globalisierte Welt ein- und ihre Wertschöpfungsketten global aufgestellt. Viele Jahre hat die deutsche Wirtschaft als immer noch drittgrößte Export-Nation der Welt sehr gut davon gelebt und war damit so erfolgreich, dass sich die Bundesrepublik regelmäßig ihre hohen Handelsüberschüsse vom Ausland vorwerfen lassen muss. Nun gut, es hat ja nichts dagegen gesprochen, dass die Unternehmen anderer Länder ähnlich agieren. Schließlich kann jeder selbst entscheiden, wie er mit der Handelsfreiheit umgeht.
Tatsache ist jedoch, dass viele Länder bei weitem nicht so stark auf Export getrimmt sind wie die Deutschen oder deren Güter international einfach nicht wettbewerbsfähig genug sind; in anderen Ländern - wie zum Beispiel auch in den USA – können sich die Unternehmen in einem riesigen Binnenmarkt bewegen. Wozu soll man sich da in andere Rechtsgebiete vorwagen!?
Der deutschen Wirtschaft ist daher kein Vorwurf zu machen, dass sie über den Tellerrand schaut und sich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen flexibel anpasst. Aber mit Trump kommt nun jemand, der die Spielregeln ändern will. So wie es zurzeit aussieht, wird es die eingespielten Deutschen doch härter treffen als erhofft.

Die laufende Berichtsperiode ist gespickt mit Gewinn- und Umsatzwarnungen. Momentan sind es nur die Wachstumsraten, die zurückgenommen werden, aber wenn die Konjunkturlokomotive weltweit abbremst, könnte die noch verhaltene positive Stimmung schnell kippen.
Die Börsianer warten nicht, bis die Fakten feststehen; sie nehmen die sich verschlechternden Unternehmenszahlen bereits vorweg und trennen sich von deutschen und europäischen Aktien. Auch die internationalen Anleger ziehen Geld aus Europa ab, denn durch die steigenden Zinsen in den USA wird der Dollar-Raum wieder attraktiver. Die aktuelle Entwicklung macht wenig Hoffnung, dass der DAX bis Jahresende noch die Kurve kriegt und signifikant ins Plus spurtet, zumal unglücklicherweise mittlerweile auch die Charttechnik auf tiefere Kurse als den Weg des geringsten Widerstands weist.

Italien: Nix Bella!

Italien: Nix Bella!

Italien ist im Ausnahmezustand. Nicht erst seit Zuspitzung der Flüchtlingskrise steht das Land unter Druck und muss Zusatzkosten schultern, für die es vom Rest der EU-Staatengemeinschaft zum Teil wenig Unterstützung erfährt. Die Defizite in der Wirtschaftspolitik und Infrastruktur werden immer offensichtlicher: Der Maschinenbau in Norditalien galt jahrelang als führend auf den Weltmärkten. Inzwischen ist er zurückgefallen. Viele italienische Banken sind angeschlagen und gelten mit ihrem hohen Bestand an faulen Krediten als gefährdet. Italien hatte lange Zeit höhere Wachstumsraten als beispielsweise Deutschland. Heute hinkt es weit hinterher. Der Zusammenbruch der Brücke in Genua oder auch die marode Fluggesellschaft Alitalia sind ein Spiegelbild einer ziemlich korrupten Wirtschaft, die von der Substanz lebt.

Während andere Länder nach der Eurokrise 2010/11 mehr oder weniger erfolgreich zumindest Versuche unternommen haben, sich zu konsolidieren und die Staatsschulden in Griff zu bekommen, ist in Italien wenig passiert. Im Gegenteil, immer wieder hat sich das Land den Sparforderungen aus Brüssel verweigert.
Einmal mehr wurde kürzlich in Italien gewählt und wie in vielen Ländern Europas rückt ein weiteres Land näher an den rechtspopulistischen Rand. Gab es nach dem Abgang von Bunga-Bunga-Berlusconi vorübergehend ein Lichtblick in der italienischen Wirtschaftspolitik, so sind diese Hoffnungen mit der aktuellen Wahl komplett zerstört. In Brüssel hält man den Atem an. Denn europakritische und rechte Parteien sind die großen Gewinner dieser Parlamentswahlen und haben bereits angekündigt, kräftig Geld ausgeben zu wollen und die EU-Haushaltsvorgaben aus Brüssel zu ignorieren. Italien wolle sich nicht durch sparen, sondern „Wohlstandssteigerungen“ sanieren. Hört sich gut an, tut keinem weh, aber es kann nur auf Kosten einer noch höheren Staatsverschuldung funktionieren. Nach Griechenland ist Italien schon heute das am höchst verschuldete Land in Europa.

Vielleicht setzt die neue italienische Regierung aber auch auf ihr Erpressungspotential, denn immerhin ist Italien die drittgrößte Volkswirtschaft des Euroraums. So einfach hängenlassen ginge nicht, denn kein Rettungsschirm könnte das auffangen. Offen spricht das niemand so aus, stattdessen setzen die Rechtspopulisten in Italien offiziell auf anstehende Veränderungen in der EU: Im Mai 2019 wird ein neues Europaparlament gewählt und anschließend auch eine neue EU-Kommission bestimmt. Italiens Rechte sind sich jetzt schon sicher, dass dann die Links- und Rechtspopulisten auch in Europa das Kommando übernehmen. "Dieses Europa ist in sechs Monaten passé!", sagte der stellvertretende italienische Ministerpräsident Luigi Di Maio von der linkspopulistischen Fünf-Sterne-Bewegung. Dann würden – laut Di Maio – die von Deutschland gesteuerte EZB und deren restriktive Sparpolitik am Ende sein.

„EZB“ ist dabei genau das Stichwort. Zwar hat Italien tatsächlich ein Staatsverschuldungsproblem (130% des Bruttoinlandsprodukts), aber immerhin wird diese Staatsverschuldung, anders als in Griechenland, nicht primär von internationalen Investoren finanziert, sondern von italienischen Sparern. Es gibt hier Parallelen zu Japan. Japan hat schon lange eine sehr hohe Staatsverschuldung (235% des Bruttoinlandsprodukts). Sie spielt aber keine Rolle, weil es vor allem Japaner sind, die die Staatspapiere halten.
Zahlungsschwierigkeiten können allerdings auftreten, wenn die Zinsen stark ansteigen. Ein Prozentpunkt höhere Zinsen bedeutet langfristig einen Anstieg des öffentlichen Defizits von 18 Milliarden Euro beziehungsweise 1,2% des Bruttoinlandsprodukts. Und genau hier kommt wieder die Europäische Zentralbank EZB ins Spiel, die angekündigt hat, ihre Zinspolitik ab Mitte 2019 normalisieren zu wollen. Die Zinsen in Europa werden also früher oder später steigen. Wer dann nicht seine Hausaufgaben gemacht hat, könnte Probleme bekommen.

Unsere Einschätzung:
Noch hat Italien keine Schwierigkeiten, sich am Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Aber „Wenn Italien kippt, wäre das der GAU“, hieß es schon einmal als die Eurokrise über ein Land nach dem anderen hereinzubrechen schien. Wieder einmal hängt das Damoklesschwert „Austritt aus dem Euroraum“ über Italien, denn die aktuelle Regierung gibt sich klar europafeindlich.
Die Finanzmärkte reagieren daher nervös und strafen Italien ab: Die 10-jährige italienische Staatsanleihe hat in den letzten Wochen einen Satz von 200 Basispunkten auf über 3,60% gemacht. Der Mailänder Börsenindex MIB hat seit Jahresanfang 14% verloren.
Italien ist auf dem besten Wege, Kandidat für unsere Aktienstrategie „Dogs of the World“ zu werden, bei der wir zum Jahresanfang jeweils in die schlechtesten Aktienmärkte des Vorjahres investieren. Die Strategie ist Teil unseres ETF-Anlagekonzepts SOKRATES(MOAR).

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Indexanlagen/ETFs: Komplizierter als gedacht

Indexanlagen/ETFs: Komplizierter als gedacht

Börsengehandelte Indexpapiere bauen Aktien- oder Anleihenmärkte nach. Doch häufig weicht ihre Rendite von der Benchmark ab. Für Anleger ist es oft gar nicht so einfach, die langfristig besten Papiere auszuwählen.

Dabei gelten Indexfonds oder ETFs (Exchange-Traded-Funds), die einen Index wie z.B. den DAX abbilden, als transparent, kostengünstig und eben als besonders einfach: Anleger, so die Botschaft, können die Performance der Papiere ganz einfach nachvollziehen, indem sie die Rendite vom DAX betrachten.

Doch in der Praxis weichen ETFs häufig stark von ihrem Vergleichsindex ab, im Fachjargon „Tracking-Differenz“ genannt. Es lässt sich zeigen, dass ETFs auf den DAX zum Teil deutlich schlechter abschneiden als der deutsche Aktienleitindex. Auf Sicht von zehn Jahren liegt die Rendite um bis zu 8% niedriger. Ein Grund dafür: bei der Index-Berechnung werden Dividendenausschüttungen eins zu eins einbezogen. In der Praxis fällt aber Quellensteuer an, die die Anbieter von ETFs abführen müssen. Selbst bei einem minimalen Steuerabzug schneidet ein ETF auf einen Index, der Dividenden einrechnet (wie beim DAX), daher schon per se schlechter ab als der Index selbst.
Wenn ETFs dauerhaft schlechter abschneiden als ihr Vergleichsindex, macht sich dies stark im Anlageergebnis bemerkbar. So hätte ein Investment in den DAX vom 1.9.2008 bis 31.8.2018 eine Rendite von 92,5% gebracht. Aus 50.000 EUR wäre nach zehn Jahren 96.259 EUR geworden. Doch kein ETF erzielte diesen Wert.

Die Indexrendite tatsächlich zu erreichen, ist also eine Wissenschaft für sich. Zudem gibt es in der Regel viele Anbieter für ein und denselben Index. Wie können Investoren da erkennen, ob ein ETF in Zukunft ein besseres Ergebnis erzielt als die Konkurrenz?
Viele Anleger verlassen sich beim Kauf eines ETFs auf die Gesamtkostenquote TER (Total Expense Ratio). Sie gibt die Kosten auf Fondsebene an. Die Logik: sind die Kosten niedrig, kann der Fonds mehr Kapital investieren und den Index besser abbilden. Doch offensichtlich erklären die Kosten allein nicht die Tracking-Differenz. So finden sich ETFs, die trotz einer geringen Gesamtkostenquote relativ zum Index schlechter abschneiden als ETFs mit höheren Kosten, denn die TER bildet zum Beispiel nicht das Umschichten bei einer neuen Indexzusammensetzung ab. Neben den Kosten spielen Steuern eine zentrale Rolle: manchen ETFs gelingt es besser, über Doppelbesteuerungsabkommen einen Teil der Quellensteuer zurückzuholen. Je besser die Steueroptimierung funktioniert, desto höher fällt auch die Rendite eines ETFs aus.
Zahlreiche weitere Faktoren entscheiden über den Erfolg eines Indexfonds. Zum Beispiel Erträge aus der Wertpapierleihe oder auch Ab- und Zuflüsse wirken sich auf die Rendite aus. Auch unerwartete Ereignisse können die Performance eines ETFS beeinflussen, so zum Beispiel am 24. August 2015, als in den USA einige ETFs wegen veralteter Computersysteme während eines Börsentags stärker nachgaben als der Index.

Die Produktkosten sind somit nur ein Aspekt unter vielen. Eine sehr stabile Tracking-Differenz ist ein besserer Indikator als die Gesamtkostenquote. Aber auch da steckt der Teufel im Detail: Ein ETF, der im vergangenen Jahr die geringste Tracking-Differenz in seiner Vergleichsgruppe erzielt hat, kann im kommenden Jahr auf dem letzten Platz landen, und umgekehrt. Auch die Konstruktionsmethode eines ETFs hilft bei der Auswahl nicht weiter. So bilden Swap-basierte ETFs Indizes mit Finanzprodukten ab, während physisch replizierende ETFs die Wertpapiere tatsächlich kaufen: von der Replikationsmethode lässt sich nicht auf die Tracking-Differenz schließen. Swap-ETFs bringen zwar systematisch keine besseren Ergebnisse, sind oft aber genauer und kostengünstiger, wenn es darum geht, große Indizes wie zum Beispiel den MSCI World abzubilden.
Zu guter Letzt ist auch die Fondsgröße entscheidend, die möglichst bei mehr als 100 Mio. EUR liegen sollte. Denn ETFs mit einem niedrigen Umfang lohnen sich für die Emittenten meist nicht. Die Gefahr ist groß, dass solche Fonds geschlossen werden.

Unser Rat:
In der heutigen Niedrigzinswelt ist es entscheidend, Produktkosten gering zu halten. ETFs sind dafür eine gute Alternative zu klassischen Investmentfonds, die ihre Fondsmanager mit relativ hohen Managementfees bezahlen.
Mit SOKRATES(MOAR) bietet Dr. Lux & Präuner ein spezielles Anlagekonzept mit ETFs, das auf Ausgleichseffekten verschiedener Anlageklassen (Aktien, Zinsen, Edelmetalle) basiert und im Aktienbereich bewusst antizyklisch agiert.

Unser Warren Buffet Zitat des Monats

Zitat Warren Buffet

 

„Der Börsenmarkt ist ein Geduldsspiel. Man darf nicht jedes Mal springen, wenn jemand den Baseball wirft. Man muss abwarten können. Das Hauptproblem von uns Vermögensverwaltern/Fondsmanagern ist nur, dass die Leute erwarten, dass wir jedem Ball hinterherhechten.“

 

Wie wahr von Warren! Wer große Summen managt, hat sich den Quartalszahlen- und Jahreszahlen sklavisch unterzuordnen. Wenn es ein schlechtes Quartal war, verliert man Kunden (die durchschnittliche Haltezeit von Privatanlegern an Investmentfonds in Deutschland beträgt zur Zeit nur noch weniger als 1/2Jahr), war das ganze Jahr mies, laufen die Kunden in Scharen davon.

So werden viele Vermögensverwalter/Fondsmanager zu Sklaven ihrer Kundschaft und deren Wünsche zielen auf kurzfristige Gewinne ab, also müssen die Manager jedem Ball hinterherhechten. Tun sie das nicht, werden die Kunden sie feuern und jemanden anderen engagieren, der es bereitwillig tut. Viele Manager setzen sogar auf Wetten, ob bestimmte Börsenkurse sich innerhalb von drei bis sechs Monaten nach oben oder unten entwickeln, wobei die langfristige (10 Jahre und mehr) ökonomische Entwicklung der Unternehmen überhaupt keine Rolle mehr spielt als die Neigung der Aktie zu Kursschwankungen. Diese Konzentration auf die kurzfristigen Kursschwankungen einer Aktie führt zu jeder Menge Fehlbewertungen an den Börsen, was die langfristigen Ertragsaussichten des Unternehmens betrifft.

Warren Buffet nutzt diese Fehlbewertungen mit viel Geduld und Gelassenheit aus. Wenn die großen Vermögensverwalter nicht so besessen wären von der Jagd nach dem schnellen Geld, hätte Buffet all die großen Käufe, mit denen er seinen Reichtum in seinem Leben begründet und systematisch ausgebaut hat, nie tätigen können. Aber was macht den Unterschied zu Warren und dem Rest der Anlegerschaft: Geduld, Geduld und nochmals Geduld bzw. starke Nerven, starke Nerven, Nerven wie Stahl!

Ein kleines Beispiel hierfür. Warren Buffet besitzt ca. 325.625.000 Aktien an Kraft Heinz Company, entspricht ca. 19. Mrd. USD. Seit ihrem Hochpunkt im Jahr 2017 hat der Titel mehr als 30% verloren. Verkauft Warren seine Aktien deshalb? Nicht im Geringsten, solange seine Einschätzung zu den langfristigen Aussichten des Unternehmens dieselben bleiben. Er kauft sogar zu! Wieder eine schwere Fehlbewertung von Mr. Market.

Warum agieren Privatanleger aber auch so hektisch bei Aktieninvestments? Sind es tatsächlich nur die vorübergehenden Verluste? Bei einer Investition in eine Immobilie, die jährlich ihre Miete abwirft, liegen die Nerven der Privatanleger seltsamerweise nicht blank, zumindest solange die Miete bezahlt wird.

Eine Immobile wird langfristig (20 Jahre und mehr) von den Deutschen gehalten und die Deutschen fahren mit dieser Anlageform in der Regel sehr gut! Warum? Einfach weil Sie konsequent bei der Sache bleiben, solange Sie ihre Mieterträge erhalten. Kann man eigentlich auch bei Aktien machen, deren Ausschüttungen (Dividenden) teilweise bis zu 5% reichen, z.B. bei Kraft Heinz Company. Ich denke der Unterschied zwischen den beiden Anlageformen liegt einfach darin begründet, dass bei Aktieninvestments es einfach zu viele tägliche Nachrichten gibt, bei denen man meint, man müsse was tun. In der Regel muss man gar nichts tun, sondern höchstens es fällt die Miete aus! Dann kann man anfangen nachzudenken, sonst nicht!

AKTIE AKTUELL: Johnson&Johnson

 

Johnson & Johnson ist ein weltweit tätiger amerikanischer Pharmazie- und Konsumgüterhersteller mit Hauptsitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey. Das Unternehmen ist im Dow Jones Industrial Average gelistet. Johnson & Johnson (JNJ) ist mit über 71,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, bei einem Gewinn von über 16,4 Milliarden US-Dollar, eines der größten Healthcareunternehmen der Welt. Die Pharmasparte firmiert in erster Linie unter Janssen und machte 2017 32 Milliarden US-Dollar Umsatz. Es gibt auch OTC- resp. Medizinprodukte-Sparten.
Johnson & Johnson beschäftigt rund 127.000 Mitarbeiter in 60 Ländern weltweit, davon etwa 4.000 in Deutschland. Die Produkte der Geschäftsbereiche Consumer, Medical Devices und Pharma werden in 175 Ländern vertrieben. Größte Anteilseigner sind derzeit (Dezember 2017) The Vanguard Group (11,18 Prozent), BlackRock (9,33 Prozent) und State Street Corporation (8,59 Prozent) sowie die Familie Johnson. Die gesamte Marktkapitalisierung des Unternehmens belief sich Anfang 2017 auf 338,6 Milliarden US-Dollar, womit es eines der wertvollsten Unternehmen weltweit ist.

Das Unternehmen Johnson & Johnson wurde im Jahr 1886 von den Brüdern Robert Wood Johnson I, James Wood Johnson und Edward Mead Johnson gegründet.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag in den 1880er-Jahren in der Herstellung der ersten chirurgischen Verbandstoffe. Seit 1964 gehört Codman & Shurtleff, der 1838 in Boston gegründete und damit wahrscheinlich älteste Medizinprodukte-Hersteller der Welt, zu Johnson & Johnson.

Die heutigen Produkte von Johnson & Johnson sind in die Kategorien Arzneimittel, Babypflege, Implantate und Kontaktlinsen aufgeteilt – mehr als eine Milliarde Menschen nutzen jeden Tag diese Produkte. Damit ist Johnson & Johnson das größte Gesundheitsunternehmen weltweit. In  Deutschland bekannte Marken sind: Penaten Baby, Paracetamol, OB Tampons, Bebe, Hexoral, Piz Buin, etc., etc. Johnson & Johnson ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, welches mit einem Triple AAA credit rating eine bessere Kredit-Bonität als so mancher Staat, wie z.B. die USA, besitzt.

Wie kommt dies zustande? Ganz einfach: Johnson & Johnson arbeitet wesentlich mit eigenem Geld aufgrund seiner hohen Eigenkapitalquote von über 50% und hat eine riesige Ertragskraft. Mit einem Return von fast 100% auf das eingesetzte Gesamtkapital kann Johnson & Johnson seine gesamten Schulden in weniger als 3 Jahren komplett zurückzahlen. Davon können selbst die erfolgreichsten geführten Staaten der Welt nur träumen.
Aber Johnson & Johnson erfreut nicht nur seine Kreditgeber, sondern auch seine Aktionäre seit Jahrzehnten. Mit einer Rendite von über 20.000% seit 1970 (laut unserem Kursversorgungssystem) ist Johnson & Johnson ein jederzeitiges konservatives Aktieninvestment. Zusätzlich erhält man zurzeit eine Dividendenrendite von 2,58 % die vierteljährlich ausgezahlt wird und seit über 50 Jahren auch noch nie ausgefallen ist. Mit einem derzeitigen KGV von 17 und der hohen Gesamtkapitalrendite bzw. hohen Eigenkapitalrendite von über 30%, ist Johnson & Johnson zurzeit ein Schnäppchen für jeden konservativen und langfristigen Anleger.

Kaufen und liegenlassen ist hier mit Sicherheit angeraten und in 10 Jahren kann man sich an regelmäßigen Dividendenzahlungen und langfristigen Wertsteigerungen erfreuen. Kurzfristige Aufs und Abs des Gesamtaktienmarktes müssen selbstverständlich ertragen werden.

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