Anlegerbrief Januar 2020

Börse aktuell: Jahresstart auf Rekordniveau

Sehr geehrter Anleger,

das neue Jahrzehnt fängt schon mal gut an. So kann es weitergehen.
Lesen Sie außerdem, wie die Profis die Finanzmärkte für dieses Jahr einschätzen und warum Börsianer gerade auf die ersten fünf Tage im Januar achten.

Börse aktuell: Jahresstart auf Rekordniveau

Das neue Jahrzehnt beginnt an der Börse auf Hoch- und Höchstständen. Nach einer kleinen Schrecksekunde gleich zu Jahresbeginn mit der Zuspitzung einer Konfrontation im Nahen Osten sind die Aktienmärkte erstaunlich schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen. Das Ergebnis der ersten fünf Handelstage im neuen Jahr ist positiv. Der Statistik nach (siehe nachfolgenden Beitrag) lässt dies auf eine positive Jahresperformance hoffen – mögen die Kaffeesatzleser recht behalten! ;-)

Zu Jahresanfang sind die Anleger ohnehin gerne bereit, etwas mehr Risiko zu nehmen, denn das Jahr ist noch lang genug, um Zwischentiefs wieder ausgleichen zu können. So hat sich der deutsche Aktienindex DAX immerhin bis auf 50 Punkte in Schlagweite seines alten Rekords von 2018 bei knapp über 13.600 vorgearbeitet. Das klingt grundsätzlich gut, aber ist dennoch enttäuschend im Vergleich zu den amerikanischen Indizes: Dow Jones, NASDAQ, S&P 500 haben ihre alten Höchststände von 2018 bereits deutlich hinter sich gelassen. Der DAX hinkt mal wieder hinterher. Der Abstand wird über die Jahre hinweg sogar eher größer. Würde der DAX mit den Amis gleichziehen, würde er weit über 14.000 stehen.

Die Doomsday-Propheten, die immer wieder den nahenden Crash heraufbeschwören, weil irgendwo eine Blase platzen könnte, müssen aber auf alle Fälle noch warten, bis sie Recht bekommen. Der wohl größte Irrtum an der Börse ist die Annahme, dass geopolitische Risiken unweigerlich zu einem Kurssturz führen müssen. Die Börse ist jedoch im Grunde unpolitisch. Wenn die Renditen stimmen, ist den Börsianern die „Political Correctness“ egal. So hat sich die Wall Street schnell auf das Muster ihres Präsidenten Donald Trump eingestellt: Erst kommt die Peitsche, dann das Zuckerbrot und am Ende ein Deal. Die Trump-Tweets mögen willkürlich wirken, am Ende ist das Ergebnis aber berechenbar. Das lässt sich auch in diesen Tagen wieder beobachten. Trump lässt sich gerade mit seinem Phase-1-Deal feiern. Von der Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China versprechen sich die Börsianer frischen Wind für die Weltwirtschaft. Dabei haben die langwierigen Verhandlungen gerade einmal zu einem Minimalkompromiss geführt, aber die chinesische Phalanx nicht wirklich durchbrochen. China wird seine Importsperre für amerikanische Güter zunächst wieder aufheben und plant, zusätzlich etwas mehr einzuführen. Es bleiben aber vage Absichtserklärungen. Die eigentlich kritischen Punkte wie z.B. der freie Zugang zum chinesischen Markt und gleichberechtigte Bedingungen für in- und ausländische Unternehmen wurden ausgespart. Angesichts dieser einseitigen Marktabschottung seitens China macht sich auch in der EU zunehmend Missmut breit. Die USA hält die Strafzölle daher zunächst weiter aufrecht, auch wenn es letztlich beiden Seiten schadet: Im vergangenen Jahr sackten die chinesischen Exporte in die USA auf Dollarbasis um 12,5% ab, die US-Exporte Richtung China sogar um mehr als 20%. Das Thema wird uns in diesem Jahr also definitiv erhalten bleiben.

Analysten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

Analysten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

DAX: 13.920 (13.250)
Rendite 10-jähriger Bundesanleihen: -0,33% (-0,21%)
Euro/US-Dollar: 1,15 (1,12)


Quelle: Banken/EURO am Sonntag;
angegeben ist jeweils der erwartete Jahresendstand als Durchschnittswert aus einer Umfrage bei Banken und Investmenthäusern; in Klammern der Stand Ende 2019

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Börsenstatistik: Positive Jahres-Vorzeichen für 2020

Börsenstatistik: Positive Jahres-Vorzeichen für 2020

Börsianer lieben statistische Auswertungen zu saisonalen Mustern an den Aktienmärkten. Und da gibt es derzeit positive Vorzeichen, denn in den ersten fünf Tagen des neuen Jahres hat der S&P 500 zumindest ein knappes Prozent zugelegt. Statistisch gesehen ist das ein gutes Omen für den Rest des Jahres.

Seit 1950 gab es 45 Jahre, in denen der S&P 500 in den ersten fünf Handelstagen unter dem Strich zulegte. Darauf folgte in 36 Jahren und damit in 82% der Fälle ein insgesamt positives Aktienjahr. Das Plus lag dabei im Schnitt bei gut 13%, hat der "Stock Trader’s Almanac", das US-Standardwerk für saisonale Effekte an der Börse, errechnet.
Falls der US-Leitindex sogar im ganzen Januar zulegt, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein positives Aktienjahr sogar auf 90%. Von daher rührt auch das Börsensprichwort "Wie der Januar, so das Jahr".

Fundamentale Erklärungen dafür gibt es kaum. Umgekehrt lässt sich eher begründen, warum einem schlechten Januar oft ein schlechtes Jahr oder zumindest einige schlechte Monate folgen. Das liegt daran, dass bei einem schlechten Jahresstart die Risikobudgets der institutionellen Investoren, die eigentlich ein ganzes Jahr halten sollen, schnell aufgebraucht werden. So war es zumindest im Jahr 2016. Die Folge waren Zwangsverkäufe, und es dauerte ein paar Wochen, bis der Markt seinen Boden gefunden hatte. Trotz eines Verlustes im Januar von 5,1% und somit entgegen der Januar-Statistik gewann der S&P 500 im Jahr 2016 bis Jahresende aber dennoch 9,5%.

Weiteres Ausnahmejahr: 2018. Trotz fünf positiver erster Handelstage im Januar und einem satten Monatsplus von 5,6%, kippte im Herbst die Stimmung an der Wall Street, und der S&P 500 beendete das Jahr mit einem Minus von 6,6 %. Zuviel lastete auf einmal auf den internationalen Börsen und ließ die Anleger vor Aktien zurückschrecken: Schwächere Konjunkturindikatoren, Ängste vor einer Eskalation des Handelsstreits und vor zu deutlichen Leitzinserhöhungen der US-Notenbank, BREXIT, die Staatsschulden Italiens, u.v.m. All das riss Ende 2018 schließlich den breiten europäischen Aktienindex STOXX 600 mit -13% und den DAX mit sogar -18% in die Tiefe.

Demnach gibt es keine Garantie und auch keinen belastbaren statistischen Zusammenhang zwischen den ersten fünf Handelstagen eines Jahres und der restlichen Jahresperformance. Relevanter sind da eher Stimmungsindikatoren, vor allem an den Extrempunkten, wenn der Markt zu pessimistisch oder zu euphorisch ist. Investoren sollten daher aktuell nicht unvorsichtig werden. Der Januar lässt sich gut an in diesem Börsenjahr. Aber jetzt wo sich einige Baustellen zu klären beginnen (z.B. Handelsabkommen USA-China, endgültiger BREXIT), macht sich auch zunehmend Sorglosigkeit unter den Anlegern breit.

STARKE MARKEN: Aktienportrait „Microsoft“

STARKE MARKEN: Aktienportrait „Microsoft“

Diesen Konzern kennt wohl jeder, der schon mal an einem Computer saß. Auch der Gründer und Hauptaktionär von Microsoft ist bis heute jedem bekannt: Bill Gates, der mit seinem Unternehmen zu den reichsten Männern der Welt geworden ist. Das Unternehmen wurde am 4. April 1975 von ihm und seinem Freund Paul Allen in Albuquerque (USA/New Mexico) gegründet. Seinen heutigen Sitz hat das Unternehmen in Redmond (Bundesstaat Washington).

Die Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit 144.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 125,8 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ist weltweit der größte Softwarehersteller und eines der größten Unternehmen überhaupt. Das Unternehmen ist bekannt für sein Betriebssystem Windows und sein Büro-Softwarepaket Office und ist in diesem Bereich auch heute noch unumstrittener Marktführer. Doch Microsoft hat sich über die Jahre diversifiziert. Weitere Tätigkeiten sind mittlerweile das vielversprechende Cloudgeschäft sowie Server, Services, Fernsehplattform und Computerspiele.

Nach Marktkapitalisierung gehört Microsoft laut der Financial Times Global 500 Liste regelmäßig zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Es ist eine wahre Profitmaschine. Das Kreditrating liegt bei der Bestnote AAA. Solch eine Top-Bonität haben nicht mal die Vereinigten Staaten von Amerika selbst. Mit einer Eigenkapitalquote über 44% des Gesamtkapitals und einem Return on Investment (ROI) von 115% können sämtliche Schulden des Unternehmens innerhalb von 4 Jahren komplett zurückgezahlt werden. Davon kann der amerikanische Staat nur träumen. Die Dividendenrendite des Unternehmens mit 1,24% ist – wie bei Technologieunternehmen üblich - nicht üppig. Langjährige Aktionäre wurden aber in den letzten 30 Jahren durch die extreme Wertsteigerung der Aktie entschädigt. Zu einem billigen Preis (KGV derzeit über 30) ist Microsoft leider auch nicht mehr zu haben. Da müsste man schon den nächsten Börsencrash abwarten, der aber noch lange Zeit auf sich warten lassen kann.
Für uns auf jeden Fall eine Starke Marke par excellence, die langfristig weiterhin sehr interessant bleibt – gerade auch für unser Aktien-Anlagekonzept STARKE MARKEN.

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