Anlegerbrief Dezember 2018

Börse aktuell: Das Trauerspiel setzt sich fort

Sehr geehrter Anleger,

Fazit des Jahres: Ein Satz mit x – das war wohl nix! Deutsche Aktien leiden weiter unter der Bärentatze. Die Jahresendrally ist diesmal ausgefallen.
Lesen Sie außerdem, wie Sie Ihr Sparschwein ordentlich füttern und warum man trotz augenblicklicher herber Kursverluste den Technologiesektor noch nicht abschreiben muß.

Börse aktuell: Das Trauerspiel setzt sich fort

Die Börse bekommt als krönenden Abschluß des Jahres nochmals so richtig eins auf die Mütze. Auf dem Börsenparkett tanzen munter die Bären. Im Gegensatz zum Bullen gilt der Bär in der Börsianer-Sprache als Symbol für fallende Kurse, denn er schlägt mit seinen Tatzen von oben nach unten auf die Kurse. Die aktuelle Jahresbilanz im DAX ist ernüchternd: mehr als 15% Minus. Die schlechten Nachrichten haben sich im Dezember nochmals aufgeschaukelt: Handelskonflikt USA-China ungelöst, Brexit offen, Paris in Flammen, Italien stur, US-Zinstrend aufwärts, Ölpreis stark fallend – verrückter geht’s nicht!

Daß unser deutsche Aktienindex nicht mehr so richtig in die Puschen kommt, liegt aber wohl auch an seiner Indexzusammensetzung: Mit SAP und Wirecard sind gerade mal zwei Werte vertreten, denen man echtes Wachstumspotential zusprechen würde. Alle anderen DAX-Titel gehören eher traditionellen Branchen an und plagen sich mit mehr oder weniger großen Problemen. Die deutsche Wirtschaft mag im Exportieren gut sein, aber ihre Margen können mit amerikanischen Cash Cows wie Apple, Google & Co. nicht mithalten.
Das ist wohl auch der Grund, daß Erholungen im DAX eher mager ausfallen, während sich ein Dow Jones nach Kursrückgängen immer mal wieder fulminant in neue Höhen schraubt. Wenn das konjunkturelle Umfeld sich wirklich mal verschlechtern sollte, heißt das nichts Gutes für die hiesige Börse.

Mit Argusaugen verfolgen die Börsianer deshalb auch die Zinsentwicklung in den USA. Sollten die kurzfristigen Zinsen über die langfristigen steigen und die Zinskurve damit invers werden, war dies immer ein guter Indikator für eine drohende Rezession. In den letzten Tagen haben sich die unterschiedlichen Laufzeiten der US-Zinsen deutlich angenähert. Die ersten Investoren haben deshalb im US-Handel auf den Verkaufsbutton gedrückt – und den DAX gleich mitgerissem. Fast panikartig haben sich Anleger von Ihren Beständen im DAX getrennt und den Index in wenigen Tagen 1000 Punkte tiefer gedrückt. Kurzfristig ist der Markt jedoch nun überverkauft, d.h. ab einem bestimmten Kursniveau sind nur noch wenige Anleger bereit, auf diesem tiefen Niveau weiter zu verkaufen. Oft erfolgt darauf eine Gegenreaktion und viele Anleger, die den niedrigen Kurs zu neuen Käufen nutzen, sorgen für eine manchmal ebenso schnelle und starke Gegenbewegung nach oben. Mal sehen, wie das klappt. Aber weil Weihnachten ist, dürfen Sie sich ja was wünschen ;-)

L&P: Sparschweine mit Dividenden füttern

L&P: Sparschweine mit Dividenden füttern

Sparschweine sind wieder „in“ – denn mangels Zinsen braucht man sein Geld ja nicht mehr auf die Bank tragen, sondern kann es auch daheim horten. Aber nur so vor sich hinvegetieren will so ein Sparschwein natürlich auch nicht, deshalb haben wir bei L&P eine Idee:
Füttern Sie Ihr Sparschwein mal ordentlich mit Dividende!

Aus unserer langjährigen Erfahrung als bankunabhängiger Vermögensverwalter haben wir unser Anlagekonzept „Starken Marken“ entwickelt, das systematisch auf dividendenstarke Aktien internationaler Markenunternehmen (Coca-Cola, Nestlé, Apple, etc.) setzt.

Damit die Dividenden dieser „Starken Marken“ zukünftig in Ihr Sparschwein fließen, haben wir ein Online-Depot eingerichtet, bei dem wir uns für Sie um alles kümmern. Insbesondere sorgen wir mit einer speziellen Absicherung dafür, daß Ihr Kapital auch bei einem Abschwung der Finanzmärkte erhalten bleibt, die Dividenden aber weiter fließen.

Sie können es direkt ausprobieren, wie Ihr Dividenden-Depot aussehen würde - direkt vom heimischen Sofa aus, ohne stundenlangen Banktermin, ohne Papierkram. Einfach online:

www.StarkeMarkenDepot.de

Technologieaktien: Die Profitmaschinen stottern

Technologieaktien: Die Profitmaschinen stottern

Lange Zeit haben Technologiewerte wie Apple, Amazon und Co. den Aufschwung an den Börsen befeuert. Doch jetzt fallen die Kurse drastisch. Ist die Luft raus?
Fakt ist: In seinem gerade abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Apple netto 59,5 Milliarden Dollar und damit mehr als jedes andere Unternehmen auf der Welt. Auch Alphabet, Microsoft und Facebook werden 2019 zu den bestverdienenden Konzernen gehören. 14 der 25 Unternehmen, die in den USA die höchsten Nettogewinne einfahren, gehören dem Technologiesektor an. Keine andere Branche dominiert so sehr, wenn es um Profit geht. Aus gutem Grund: Produkte und Anwendungen rund ums Internet sind nicht mehr wegzudenken und Mittelpunkt des täglichen Lebens. Dabei kommt vielen Unternehmen wie in keiner anderen Branche zugute, daß es ihnen gelungen ist, monopolartige Strukturen aufzubauen - ohne daß es jemanden stört. Ein Beinahe-Monopol, wie es Alphabet mit seiner Suchmaschine Google errichtet hat, beschert mangels Wettbewerb extrem hohe Nettoumsatzrenditen von 25 und mehr Prozent.

Die Kombination aus starken Unternehmensgewinnen und zweistelligen Kursverlusten in den vergangenen Wochen blieb nicht ohne Folgen. Der gesamte Apple-Konzern - und heruntergerechnet jeder Anteilsschein - kostet heute noch 16-mal so viel, wie der iPhone-Riese in diesem Jahr netto verdient. Für Facebook bezahlen Anleger den 17- und für Alphabet den 19-fachen Wert. Das sind Niveaus, wie man sie aus der „Old Economy“ kennt.
Deutlich unterbewertet erscheinen vor allem die stark im Kurs gefallenen Aktien der Halbleiter-Unternehmen. Intel kostet nur den zehnfachen und Micron Technology den dreifachen Jahresgewinn. Und das, obwohl Micron mit einem Jahresumsatz von 30 Milliarden Dollar zu den fünf größten weltweit zählt sowie mit einem jährlichen Umsatzwachstum von gut 25% in den letzten fünf Jahren und einer operativen Gewinnmarge von 45% aufwarten kann. Seit Ende Mai ist der Aktienkurs um 45% eingebrochen.
In solch niedrigen Bewertungen spiegelt sich die Spekulation, daß die Nachfrage einbricht und die Gewinne stark sinken werden. Bleibt dieses Szenario aus und werden auch künftig Speicherelemente gefragt sein, dann ist das Kurspotential groß.

Mehr als ein Dutzend US-Tech-Konzerne werden in diesem Geschäftsjahr einen zweistelligen Milliardengewinn einfahren. Die starken Gewinne sind auch der große Unterschied zur "1.0-Rally" in den späten 90ern des vorigen Jahrhunderts mit dem Hype um Technologie-, Medien- und Telekom-Aktien. Damals zählten nur Visionen, die Unternehmen und ihre Aktien an der Nasdaq waren in der Spitze mit dem 300-fachen erwarteten Gewinn bewertet. Der Boom endete in Tristesse. Heute kosten die Nasdaq-Konzerne im Schnitt 19-mal so viel, wie sie im laufenden Jahr verdienen. Selbst Amazon - der lange Zeit hochdefizitäre Online-Handelsriese setzt wie kein anderes Unternehmen konsequent auf Wachstum und Investitionen anstelle von Gewinn und Dividenden - wird in diesem Jahr voraussichtlich 13 Milliarden Dollar verdienen.


Unsere Einschätzung:
Im historischen Vergleich sind die Aktien an der weltweit wichtigsten und größten Technologiebörse, der Nasdaq, nicht billig, aber in etwa so bewertet, wie es dem langjährigen Durchschnitt entspricht.
In der Vergangenheit gab es schon immer Branchen, in denen die Aktien über einen langen Zeitraum den Gesamtmarkt nach oben trieben: Erst waren es die Transportaktien mit dem Aufstieg der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert, dann war es der Energiesektor in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, anschließend kamen die Finanzwerte, ehe die Technologieaktien Ende der 90er-Jahre die Führung übernahmen. Zwischenzeitliche Einbrüche wie nach der Jahrtausendwende, dann wieder in der Finanzkrise 2008 und nun aktuell mit dem Kursverfall von Apple & Co. sind demnach nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Die Dominanz einer Branche kann sehr viel länger dauern kann, als alle Beteiligten es annehmen. Zu früh auszusteigen kann sich demnach als großer Fehler erweisen. Eine Wiederauferstehung des Technologiesektors ist also möglich.
 

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