Corona-Krise shreddert den positiven Börsen-Ausblick

Statt steigender Aktienkurse droht nun Rezession

Erwartungen für Börsenjahr 2020 revidiert

Erwartungen für Börsenjahr 2020 revidiert

Daß Börse keine Einbahnstraße ist, ist ja hinlänglich bekannt. In welcher Abruptheit und Geschwindigkeit jedoch die Corona-Krise den Aufwärtstrend des letzten Jahres ins Gegenteil verkehrt hat, macht schon atemlos – um im Corona-Bild zu bleiben.

Angesichts der dramatischen Kursabstürze im Aktienbereich kann der Börsenausblick 2020 deshalb schon jetzt als überholt gelten. Zutreffend ist immerhin, daß die Zentralbanken eine tragende Säule der Marktunterstützung bleiben. Sie schnüren zur Zeit Milliardenpakete, um die Belastungen für Staaten und Banken abzufedern. Die Zinsen werden noch weiter nach unten getrieben. Dabei ist natürlich die Frage berechtigt, inwieweit geldpolitische Maßnahmen gegen ein Gesundheitsrisiko für die Weltbevölkerung überhaupt wirksam sein können.

Der gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Stillstand, zu dem die Corona-Krise aktuell führt, wird wohl längerfristige negative Folgen für viele Bereiche der Wirtschaft nach sich ziehen. Auch wenn das öffentliche Leben in einigen Wochen wieder läuft, stehen konjunkturell die Zeichen mittlerweile zumindest temporär auf Rezession. Die Situation ist mindestens so dramatisch wie zu Zeiten der Finanzkrise in 2018.

Vor diesem Hintergrund muß man befürchten, daß es in den nächsten Monaten – wie auch in früheren Krisen - an den Aktienmärkten immer wieder zu Abwärtsschüben kommt und eine schnelle Erholung auf die Vorkrisenstände eher unrealistisch ist. Zuviele Markteilnehmer sind auf dem falschen Fuß erwischt worden, denn noch bis Anfang Februar sind die Investoren bei minimalen Marktschwankungen voll im „risk-on“-Modus fahren. Die Märzwochen waren dafür umso nervenaufreibender. Die Marktvolatililtät sprang auf nie dagewesene Höhen jenseits von 90%.

Andererseits wird uns der Himmel schon nicht auf den Kopf fallen. Getreu Warren Buffet´s Motto „Man muß gierig werden, wenn alle anderen Angst haben“, ist es nach der ersten Schockwelle zwar noch etwas früh, groß zum Einstieg in Aktien zu blasen. Aber die Bewertungen und Dividendenrenditen rutschen zunehmend zurück auf Niveaus, wie wir sie lange nicht mehr gesehen haben. Wer die Nerven behält, wird mittelfristig hervorragende Einstiegskurse vorfinden.


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