Anlegerbrief Januar 2018

Börse aktuell: „Goldene Zeiten“ für die deutsche Wirtschaft

Sehr geehrter Anleger,

die wirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland sehen unverändert positiv aus. Die deutsche Wirtschaft hat 2017 ein beeindruckendes Wachstumstempo vorgelegt. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist letztes Jahr um ca. 2,3% gewachsen. Selten zuvor ist die wirtschaftliche Dynamik derart unterschätzt worden, denn der Mittelwert der Wachstumsprognosen lag im Januar 2017 gerade einmal bei 1,3%.
Da der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft jüngst einen neuen Rekordwert erreicht hat, spricht zunächst alles dafür, dass sich die konjunkturelle Dynamik mit hohem Tempo fortsetzen wird. Nicht nur in der Industrie, sondern auch bei den Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor ist die Stimmung so gut wie selten zuvor. Für 2018 könnte daher ein reales BIP-Wachstum von 2,7% erreicht werden.

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Von der guten Arbeitsmarktsituation profitiert der private Verbrauch. Die Zahl der Beschäftigten hat zuletzt den Rekordwert von mehr als 44 Millionen Personen erreicht, davon haben mehr als 32 Millionen einen sozial-versicherungs¬pflichtigen Job. In den vergangenen zwei Jahren ist die Bruttolohnsumme um mehr als 4% pro Jahr angestiegen.
Da sowohl die Arbeitslosenquote tendenziell weiter sinken wird - ebenso wie die Inflationsrate (erwartet werden ca. 1% in 2018) - dürften Privathaushalte real mehr Geld im Portemonnaie haben als letztes Jahr, zumal die Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung im kommenden Jahr leicht sinken und die Renten um rund 3% steigen dürften. Der private Konsum wird 2018 um gut 2% und damit etwas stärker zunehmen, als im Jahr zuvor. Geht diese Prognose auf, wäre dies der stärkste Zuwachs des privaten Verbrauchs seit dem Jahr 2000.

Abgerundet wird das positive konjunkturelle Gesamtbild für die deutsche Wirtschaft von den Exporten. Von der 2018 stärker expandierenden Weltwirtschaft profitieren die deutschen Unternehmen überdurchschnittlich stark. Zwar bremst die Euro-Aufwertung die Entwicklung des Außenhandels ein wenig, die anhaltend optimistischen Exporterwartungen der deutschen Unternehmen deuten aber darauf hin, dass die Absatzchancen nicht vorrangig von der Währungsentwicklung abhängen. Vielmehr nimmt die Nachfrage nach deutschen Gütern und Dienstleistungen sowohl aus den Schwellenländern, als auch aus den Ländern der Eurozone stärker zu, als in den Vorjahren. Vor allem China spielt eine immer wichtigere Rolle für die deutschen Unternehmen. In den vergangenen Monaten hat China Frankreich als zweitwichtigsten Exportmarkt fast eingeholt, nur die USA weisen noch einen größeren Vorsprung auf. Betrachtet man aber Einfuhren und Ausfuhren gemeinsam, hat China schon im vergangenen Jahr Frankreich und die USA als ehemals wichtigste Handelspartner Deutschlands abgelöst.

Schon im letzten Jahr haben sich die positiven Entwicklungen auch in steigenden Aktienkursen niedergeschlagen und auch für 2018 lassen die oben beschriebenen Rahmenbedingungen eine Fortsetzung der Erfolgsserie zu. Sowohl gegenüber der eigenen Historie als auch im Vergleich zu anderen Indizes, ist der deutsche Aktienindex DAX nicht hoch bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnerwartungen für die kommenden 12 Monate beträgt 13,5 - der langjährige Durchschnitt liegt dagegen bei 15. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der deutsche Aktienmarkt von sogenannten zyklischen Aktien dominiert wird, die besonders stark auf Veränderungen der ökonomischen Rahmenbedingungen reagieren, also beispielsweise Aktien von Automobilherstellern, aber auch von Chemie- und Industrieunternehmen. Dies ist auch der Grund, weshalb der DAX höhere Schwankungen aufweist als andere Indizes.
Geht es nach den Unternehmensanalysten werden im kommenden Jahr 12 der 30 DAX-Unternehmen ihre Gewinne prozentual zweistellig steigern können. Die Bankprognosen sprechen dem DAX neue Höchststände über 14.000 zu (s.u.) Bleiben Sie also investiert!

Analysten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

Analysten-Prognosen für das kommende Börsenjahr

 

DAX: 14.021 (12.917)
Rendite 10-jähriger Bundesanleihen: 0,9%  (0,45%)
Euro/US-Dollar: 1,17 USD je EUR (1,20)

Quelle: Euro am Sonntag;
angegeben ist jeweils der erwartete Jahresendstand als Durchschnittswert aus einer Umfrage bei Banken und Investmenthäusern; in Klammern der Stand Ende 2017

Sie wollen wissen, wie Sie das kommende Börsenjahr erfolgreich meistern!? Wir nehmen Ihnen gerne die Arbeit ab.

Anlagekonzept SOKRATES (MOAR): Dogs of the World 2018

Anlagekonzept SOKRATES (MOAR): Dogs of the World 2018

Der Jahreswechsel ist eine typische Zeit, um sein Depot auf Winner und Loser zu überprüfen und die Depotstruktur anzupassen. „Rebalancing“ nennt sich das neudeutsch und bedeutet nichts anderes, als dass die Depot-Proportionen, die sich im Laufe des Jahres in die ein oder andere Richtung verändert haben, wieder zurechtgerückt werden: Hoffnungslose Fälle werden aus dem Depot entfernt, bei anderen Positionen werden vielleicht Gewinne mitgenommen, die Anlageklassen werden wieder neu justiert, etc.

Für die frei gewordene Liquidität gibt es dann mehrere Möglichkeiten: Die einen setzen auf das Motto „The Trend is your Friend“ und investieren in die Gewinner des Vorjahres in der Hoffnung, dass der Trend weiter anhält, da diese Werte ja bereits Stärke bewiesen haben. Die anderen machen genau das Gegenteil und investieren antizyklisch in die „Fallen Angels“, die billig geworden sind und vielleicht eine deutliche Erholung versprechen.
Beide Methoden können funktionieren, man sollte aber die notwendige Disziplin mitbringen und nicht zu sehr auf sein Bauchgefühl hören.

Ganz ausgeschaltet ist das Bauchgefühl, wenn man mit einem Regelwerk arbeitet – so wie wir das bei Dr. Lux & Präuner einsetzen: Für unser Anlagekonzept SOKRATES (MOAR) ist zum Jahreswechsel Rebalancing angesagt, d.h. bei gut gelaufenen Positionen werden Gewinne mitgenommen, schlecht gelaufene Positionen werden antizyklisch aufgestockt, die Aktienseite wird neu mit den Losern des Vorjahres – den sogenannten „Dogs of the World“ bestückt. Der Ansatz, der auf der Vermögensverteilung auf vier Anlage-klassen basiert (Aktien, Renten kurzfristig + langfristig, Edelmetalle) wird seit Jahrzehnten erfolgreich von seinem Erfinder Michael O´Higgins, einem amerikanischen Investment¬manager, umgesetzt. Die Depotzusammensetzung erfolgt über Indexfonds (ETFs) und unabhängig von volkswirtschaftlichen Prognosen. Nach dem von O´Higgins abgeleiteten Prinzip „Dogs of the World“ wird auf der Aktienseite in die schlechtesten Aktienmärkte des Vorjahres investiert.
In 2017 waren dies Griechenland, Italien, Mexiko, Türkei und Vietnam. 2017 war ein gutes Börsenjahr. Es gibt kaum Märkte, die dramatisch unter die Räder gekommen sind. Und so konnten auch die zugehörigen Aktienindizes der ausgewählten Länder grundsätzlich alle positiv abschneiden.

Und wie sieht es für 2018 aus? Die Dogs of the World 2018 sind diesmal:
Israel – Kanada – Mexiko – Pakistan – Rußland.

Die Auswahl entspricht den typischen Kandidaten für Dogs of the World: aus Krisenregionen (Israel, Pakistan), Länder, die politisch unter Druck stehen (Mexiko) oder von Rohstoffpreisen abhängen (Rußland, Kanada).

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