Investmentfonds

Was ist ein Investmentfonds?

Investmentfonds Definition

Vorteile | Offene / geschlossene Fonds | Fondsmanagement | Ziele | Modelle
Kosten | Anlagedauer & Rückgabe | Kapitalgarantie | Erträge | Versteuerung

Ein Investmentfonds ist bildlich dargestellt ein Topf für gesammeltes Kapital. In diesen Topf wird von verschiedenen Anlegern Kapital gesammelt. In Höhe der Kapitalanlage erhält jeder Anleger Anteile am Gesamtvermögen und ist somit am Gesamtvolumen beteiligt.

Die Vorteile eines Investmentfonds sind:

  • auch kleinere Beträge können einmalig oder regelmäßig investiert werden 
  • die gesammelte Anlagesumme kann breiter investiert werden (Risikostreuung).
  • die Kosten für den Fonds teilen sich auf mehrere Anleger auf.

Nach oben

Sehen Sie hierzu das Video der explainity GmbH:

Was ist ein offener bzw. geschlossener Fonds?

Offene und jedem Anleger zugängliche Fonds werden Publikumsfonds genannt und sind meist börsentäglich verfügbar. Jeder Geldanlagebetrag wird dem Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft (auch Investmentgesellschaft) zugeordnet und unterliegt strengsten gesetzlichen Auflagen. Die persönliche Einlage geht nicht in das Vermögen der Investmentgesellschaft ein, so dass selbst wenn die Investmentgesellschaft insolvent wird, die Kapitalanlage vor fremdem Zugriff geschützt ist.

Geschlossene Fonds sind meistens an bestimmte Investitionsvorhaben (z.B. Immobilien, Windparks, usw.) gebunden und haben feste Laufzeiten. Der Verkauf der Anteile vor Ablauf der Frist ist nur sehr schwer möglich. Wichtig ist hier auch der Unterschied zum offenen Fonds im Falle einer Insolvenz, denn bei der geschlossenen Variante ist die Geldanlage nicht geschützt. Zudem ist man als Beteiligter an einem derartigen Fonds unternehmerisch tätig und hat möglicherweise sogar Nachschusspflichten. Geschlossene Fonds rechnet man daher auch dem „Grauen Kapitalmarkt“ zu, da dieser nicht streng reguliert ist. Ein Totalverlustrisiko ist nicht zu unterschätzen.

Weitere Begriffserklärungen in unserem Finanzlexikon.

Nach oben

Die Aufgabe des Fondsmanagements

Die Aufgabe des Fondsmanagement (Investment-Management) ist es das Kapital gewinnbringend in Vermögenswerte zu investieren. Investiert werden kann z.B. in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Rohstoffe, usw. Es kann aber auch nach Themen, Branchen, Regionen, usw. angelegt werden. Es gibt eine Vielzahl von Varianten. Wie der Fondsmanager das Sondervermögen investieren darf, legen der Verkaufsprospekt und die Anlagerichtlinien des Fonds klar und unumstößlich fest. 

Nach oben

Die Hauptanlageziele eines Fonds

Die Hauptanlageziele eines Fonds lassen sich in die folgenden Bereiche aufteilen:

  • Sicherheit – angelegtes Vermögen soll erhalten bleiben
  • Liquidität – Geldanlage soll möglichst schnell in Bargeld oder Bankguthaben umgewandelt werden können
  • Rentabilität – die Ertragshöhe des Fonds steht im Mittelpunkt
  • Wertbeständigkeit – bezieht sich auf Geldanlage mit einem hohen Inflationsschutz

Je nach Anlegermentalität kann dann der richtige Fonds(mix) für den Anleger ausgewählt werden. Zu berücksichtigen sind besonders, die Risiko/Chance-Neigung, Laufzeit und Anlagegrund.

Nach oben

Warren Buffet

Investmentmodelle von Finanzexperten

Es gibt Finanzexperten, die besonders erfolgreich sind. Dazu gehören z.B. Warren Buffett, ein US-amerikanischer Großinvestor, der über ein Gesamtvermögen von mehr als 70 Milliarden Dollar verfügt. Viele Fondsmanager richten sich bei der Auswahl der Vermögenswerte nach den Strategien dieser Finanzexperten.

Zu den Strategien Buffets zählen z.B.  

  1. Besser in stabile Erträge investieren als in ein spektakuläres Wachstum, denn je spektakulärer, desto höher die Preise und desto größer die Fallhöhe. 
  2. In starke Unternehmen zu investieren, ist erfolgsversprechender als auf ganze Länder, Trends oder Branchen zu setzen. 
  3. Wichtig bei der Investition ist auch das Wissen über das Unternehmen, von dem die Vermögenswerte stammen. Das Geschäftsmodell muss einen langen Erfolg versprechen.

Unser Kluge-Köpfe-Depot nutzt diese erfolgreichen Strategien ebenfalls und investiert Ihr Kapital in ausgewählte Investmentfonds der besten Finanzexperten. Je nach Ihrer persönlichen Risikoneigung wählen wir entsprechende Aktienfonds bzw. Rentenfonds aus, damit das für Sie optimale Risikoverhältnis entsteht.

Nach oben

Welche Kosten entstehen für den Anteilseigner?

Natürlich fallen beim Managen und Verwalten des Investmentfonds Kosten an. Es gibt direkte und indirekte Kosten.

Direkte Kosten (z.B. Ausgabeaufschlag) werden vom Anleger bezahlt.

Die indirekten Kosten werden dem Gesamtvermögen entnommen.

Es gibt viele Kosten, die der Investmentfonds zu tragen hat, die nicht offensichtlich sind. Diese können aus dem Rechenschaftsbericht des Fonds entnommen werden, z.B. Kosten für die externe Prüfung des Fonds, Druckkosten, usw. Nachfolgend werden die bekanntesten Kosten eines Fonds erklärt.

  • Der Ausgabeaufschlag: Der Ausgabeaufschlag ist eine Art „Ankaufsgebühr“, die sofort beim Kauf fällig wird. Die maximale Höhe des Ausgabeaufschlages wird im Verkaufsprospekt geregelt. Je nachdem wo das Depot gelagert wird oder welcher Berater den Fonds vermittelt, kann es Sonderkonditionen geben, z.B. dass auf den Ausgabeaufschlag komplett verzichtet wird. Es ist üblich, dass falls ein Ausgabeaufschlag anfällt, der Berater einen Anteil an dem Ausgabeaufschlag als eine Art Beratungsgebühr erhält. Wir bei Dr. Lux & Präuner verzichten auf die Ausgabeaufschläge, das heißt es wird Ihnen beim Kauf des Investmentfonds kein Ausgabeaufschlag berechnet.
  • Vermögensverwaltungsgebühren: Für die Verwaltung des Fonds erhält die Kapitalanlagegesellschaft eine Verwaltungsgebühr, die direkt vom Fondsvermögen entnommen wird.
  • Erfolgsabhängige Gebühren (Performance-Fee): Dies sind Gebühren, die abhängig von der positiven Wertentwicklung des Fonds erhoben werden. Diese positive Entwicklung wird an einem bestimmten Zeitraum gebunden.
  • Transaktionskosten: Diese Kosten fallen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren an und werden wie die Verwaltungsgebühren gleich vom Fondsvermögen abgezogen.
  • Verwahrstellenvergütung: Die Vergütung betrifft die tägliche Berechnung des Fondspreises sowie die Fondsvermögens-Verwahrung.

 

Da all diese Kosten von verschiedenen Variablen abhängen, gibt es einen vergleichbaren Prozentwert für Fonds, die sogenannte Gesamtkostenquote TER (Total Expense Ratio). Seit 2004 muss dieser Wert für Investmentfonds angegeben werden. Der Wert TER ergibt sich aus dem Verhältnis der Kosten eines Geschäftsjahres und dem durchschnittlichen Fondsvolumen. Je niedriger der Wert desto weniger wird durch die oben beschriebenen Kosten vom Fondsvermögen abgezogen.

Die Mindesteinlage bei Fonds

Je nach Fonds und deren Anlagerichtlinien oder wo das Depot verwahrt wird, kann es Mindesteinlagen bei Fonds für einmalige oder regelmäßigen Anlagen geben.

Nach oben

Anlagedauer und Rückgabemöglichkeiten bei Publikumsfonds (offene Fonds)?

In der Regel haben klassische Publikumsfonds keine feste Laufzeit Der Einstiegs- und Verkaufszeitpunkt kann meistens börsentäglich erfolgen. Kosten bei der Rückgabe (z.B, Depotgebühren) kann es je nach Verwahrstelle geben oder auch nicht.

Grundsätzlich sollte jedoch bei einer Anlage in einen Investmentfonds ein längerer Anlagezeitraum in Betracht gezogen werden.

Nach oben

Bietet jeder Investmentfonds eine Kapitalgarantie?

Die Kapitalgarantie gibt es nur bei bestimmten Investmentfonds. Sie werden oft auch als Sicherheitsfonds oder Garantiefonds bezeichnet. Kapitalgarantie heißt, dass das Kapital mindestens erhalten wird, und somit ein geringeres Marktrisiko vorliegt. Das gilt allerdings oft nur für das Fondslaufzeitende. Die Garantie greift z.B. nicht bei einem vorzeitigen Verkauf.

Die Absicherung bringt aber auch Nachteile mit sich, denn keiner hat beim Investmentfonds etwas zu verschenken, oder anders ausgedrückt: niedriges Risiko = niedrige Rendite. Außerdem müssen Sie auch beim Fonds mit Kapitalgarantie an die Gebühren denken, welche die Rendite zusätzlich schmälern.

Nach oben

Was geschieht mit den Erträgen eines Investmentfonds?

Die Erträge, die während eines Geschäftsjahres erwirtschaftet werden, können in zwei Varianten dem Anleger vergütet werden.

1) Ausschüttung – Die Erträge werden an den Anteilseigner ausgeschüttet, also auf ein Konto überwiesen oder wieder durch den Kauf von Anteilen (Wiederanlage) reinvestiert. Das bedeutet für die Anteilspreisfindung, die Erträge werden von dem Anteilspreis abgezogen, somit reduziert sich der Anteilspreis.

2) Thesaurierung – Die Erträge verbleiben im Fondsvermögen und werden reinvestiert. Es kommt somit zu einer Art Zinseszinseffekt.

Bei beiden Arten fällt die Kapitalertragssteuer für Zinsen und Dividenden, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Diese können bei einem ausreichenden Freistellungsauftrag (801 € für Alleinstehende bzw. 1.802 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare) überwiesen bzw. reinvestiert werden.

Nach oben

Wie wird ein Investmentfonds versteuert?

Es spielt zunächst keine Rolle, ob die Erträge aus dem Investmentfonds ausgeschüttet oder reinvestiert werden, sie sind steuerrelevant. Im Investmentsteuergesetz ist genau geregelt, wie die Erträge versteuert werden.

Neben den bereits vorhergehend genannten Steuern, fällt bei einem Verkauf eventuell noch die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne an. Dies gilt aber nur auf erworbene Anteile nach dem 01. Januar 2009. Alle davor erworbenen Anteile sind davon befreit.

Der Abzug der Steuern übernimmt bei inländischen Fonds die Depotbank bzw. die Fondsgesellschaft, das gilt für thesaurierende Fonds genauso wie für ausschüttende Fonds.

Anders verhält es sich bei ausländischen Fonds: Bei thesaurierenden Fonds müssen sich die Anleger selbst um die Abrechnung über die Steuererklärung kümmern. Verkaufen Sie jedoch die Fonds, führt die Bank den gesamten Gewinn der vorhergehenden Geschäftsjahre an das Finanzamt ab, also auch die schon versteuerten Erträge. Sie müssen also in diesem Fall das Geld über die Steuererklärung zurückholen.

Nach oben