Aktien

Was ist eine Aktie?

Aktienanlage Definition

Vorteile | Dividende | Aktiendepot eröffnen | Kosten
Aktiendepot verschenken / verkaufen / vererben | Unterschied Aktiendepot / Aktienfonds
Warren Buffet

Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches den Eigenkapitalanteil an einem Unternehmen verbrieft. Das Unternehmen muss die Rechtsform Aktiengesellschaft (AG) haben. Das Eigenkapital des Unternehmens ist in eine bestimmte Anzahl von Aktien unterteilt, welche erworben werden können. Durch den Erwerb einer Aktie wird man zum Miteigentümer an dem betreffenden Unternehmen und erhält folgende Rechte:

  • Recht auf Gewinnausschüttung (Dividende)
  • Recht auf Anteil am Aktienkapital des Unternehmens
  • Recht auf Liquidationserlös im Konkursfall

Beispiel:

Sie kaufen 100 Coca-Cola Aktien zum Kurs von 40€. Für das laufende Jahr erwarten Sie je Aktie eine Dividende von 1,20€ sowie einen Wertzuwachs von 40 auf 45€. Nun stellt sich heraus, dass ihre Prognosen sich erfüllen, so hat sich der Wert Ihrer Geldanlage von ursprünglich 4000€ auf 4500€ zuzüglich der 120€ Dividendenausschüttung erhöht.

Unser Finanzlexikon bietet weitere Begriffserläuterungen.

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Sehen Sie hierzu das Video der explainity GmbH:

Die Vorteile von Einzelaktien?

Aktien sind sehr rentable Anlagen, denn sie zeichnen sich aus durch:

  • langfristig überdurchschnittliche Renditen
  • regelmäßige Einkünfte durch Dividendenausschüttungen
  • Sachwertcharakter, d.h. sie besitzen reale Anteile an einem Unternehmen
  • hohe Liquidität, d.h. sie sind jederzeit veräußerbar
  • Identifikation mit dem Investment, Sie können sich gezielt Branchen/Firmen auswählen

Neben den höheren Renditen wird die Aktie auch als relativ inflationssicher bezeichnet. Wer eine Aktie kauft, erwirbt damit einen kleinen Teil eines Unternehmens. Das heißt, er investiert in dessen Gebäude, Maschinen und die Fähigkeiten der Mitarbeiter. Deren Wert bleibt selbst bei mittelmäßigen Inflationsraten erhalten.

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Was ist eine Dividende?

Bei den meisten Aktienunternehmen erfolgt die Ausschüttung der Gewinne einmal im Jahr. Die Erträge werden direkt ausgezahlt (auf das Depotkonto). Werden die Gewinne nicht ausgeschüttet sondern im Unternehmen behalten spricht man von Thesaurierung.
Die Dividendenhöhe wird bei der Hauptversammlung des Unternehmens beschlossen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel am Tag nach der Hauptversammlung und wird meist als Währungseinheit pro Aktie angegeben. Es lässt sich also nicht konkret vorhersagen, wie die Dividende ausfällt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Dividende und einer Rendite?

Die Rendite ist die Wertentwicklung einer Anlage in einem bestimmten Zeitraum. Sie wird in der Regel für ein Jahr berechnet. Sie weist den Gesamterfolg einer Anlage auf, der sich in der Regel aus der tatsächlichen Verzinsung (Effektivverzinsung), den Dividendenerträgen sowie möglichen Kursveränderungen zusammensetzt und dann in Relation zum investierten Kapital gesetzt wird. Die Rendite wird in Prozent angegeben.

Kurz: Die Rendite ist prozentual gesehen der Gewinn, den ein Investment abwirft. bezogen auf das eingesetzte Kapital.

Beispiel: Sie kaufen eine Nestleaktie für 100€. Die Aktie steigt in einem Jahr auf einen Wert von 120€ und schüttet gleichzeitig 30€ Gewinn aus. Somit ist der Wert Ihres Aktieninvestments von 100€ auf 150€ gestiegen (120€ Wert der Aktie, 30€ Dividendenausschüttung). Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 50%

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Wie wird ein Aktiendepot eröffnet?

Bevor Sie eine Aktie kaufen können, müssen Sie ein sogenanntes Aktiendepot eröffnen. Über dieses Depot erfolgen Kauf, Verkauf und Übertragungen der Aktien.

Das Aktiendepot kann bei Geschäftsbanken, Direktbanken oder Discountbrokern eröffnet werden. Diese unterscheiden sich erheblich in der Gebührenstruktur und es gilt die Faustregel: Je geringer die Leistung, desto günstiger das Angebot.

  1. Geschäftsbanken, wo sie z.B. ihr persönliches Girokonto verwalten, sind in der Regel relativ teuer, da sie Ihnen ein Filialnetz mit persönlichen Mitarbeitern und persönlicher Beratung bieten.
  2. Direktbanken bieten die gleichen Produkte an wie Geschäftsbanken, verfügen jedoch nicht über ein Filialnetz, sondern beraten ihre Kunden ausschließlich telefonisch, dadurch können sie etwas günstigere Konditionen anbieten.
  3. Discountbroker bieten die günstigsten Konditionen, da sie weder ein Filialnetz noch eine Anlageberatung anbieten. Da Discountbroker lediglich auf Zuruf ihrer Kunden ordern und keine Anlageberatung anbieten, eignet sich die Order besonders für gut informierte Anleger. Die klassischen Kunden von Discountbrokern verfolgen das Börsengeschehen intensiv und wissen genau, in welche Papiere sie investieren möchten. Beim Discountbroker hat sich die Order über das Internet durchgesetzt. Die Anbieter sind dazu verpflichtet, ihre Internetkapazitäten auch für Stoßzeiten ausreichend zur Verfügung zu stellen. Zu Unstimmigkeiten kommt es in einigen Fällen zwischen Broker und Anleger, wenn die Order nicht wie gewünscht platziert werden konnte. Wenn die Kurse an der Börse Zickzack schlagen, zählt auch für die Anleger beim Discountbroker jede Sekunde. Vorsicht. Achten Sie bei der Wahl des Brokers auf die Handelskosten und das Kleingedruckte. Oft ist man überrascht welche versteckten Kosten sich am Ende noch auftun und den mühsam erzielten Gewinn schmälern.
  4. Private Vermögensverwaltung wie z.B. Dr. Lux & Präuner. Wir beraten die Kunden nicht nur hinsichtlich der Anlagestrategie, sondern übernehmen auch den gesamten administrativen Ablauf. Nach genauer Bedarfsanalyse empfehlen wir Ihnen eine unserer Partnerbanken, bei denen Sie von unseren ausgehandelten Sonderkonditionen profitieren. Wir bereiten für Sie den Depoteröffnungsantrag vor und übernehmen die komplette Abwicklung mit der Depotbank. Sie sind vor versteckten Kosten geschützt, da bei uns alle Kosten genau aufgeschlüsselt werden, so dass Sie keine negativen Überraschungen am Jahresende erleben.

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Welche Kosten entstehen beim Aktienkauf?

Der Kauf und Verkauf von Aktien und anderen klassischen Wertpapieren ist mit Kosten verbunden. In den meisten Fällen setzt sich die sogenannte Ordergebühr aus einem Grundentgelt und einer Orderprovision zusammen. Die Orderprovision ist prozentualer Anteil von Ihrem Ordervolumen.

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Kann man Aktiendepots verschenken?

Das Verschenken geschieht häufig unter dem Aspekt, Steuern zu sparen, was bei weiteren Kapitalanlagen wie Sachwerten oder Immobilien durchaus sinnvoll sein kann. Hier spielen vor allem die Schenkungssteuer und der damit zusammenhängende Freibetrag eine Rolle. Schenkungen sind bis zu einer Höhe von 400.000 Euro steuerfrei, und das pro Elternteil. Dabei handelt es sich übrigens nicht um einen einmaligen Freibetrag: Sie können alle zehn Jahre diesen Betrag an die Kinder oder Enkel schenken.

Beachten Sie aber:
Für die Übertragung eines Aktiendepots fällt Abgeltungssteuer für die erzielten Kursgewinne an. Diese Steuer wird automatisch von der Bank abgeführt. Eine Schenkung ist jedoch von der Abgeltungssteuer ausgenommen. Damit die Steuer nicht abgeführt wird, müssen Sie die Schenkung aber im Voraus der Bank mitteilen.

Kann man Aktiendepots vererben?

Aktien sind wie andere Vermögenswerte Teil der Erbmasse. Im Todesfall müssen sie also nicht verkauft, sondern können einfach übertragen werden, auch auf mehrere Erben. Sie müssen allerdings wie bei der Schenkung der Bank nachweisen, dass es sich nicht um einen Verkauf des Aktiendepots handelt, sondern lediglich um ein Erbe. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage des Erbscheins.

Kann man Aktiendepots verkaufen?

Der Verkauf des Aktiendepots ist jederzeit möglich und erfordert nur einen geringen Aufwand. Normalerweise reicht es, wenn Sie das Depot schriftlich kündigen. Gebühren fallen für den Verkauf nicht an. Die Aktien werden jeweils zum tagesaktuellen Wert verkauft. Dabei fallen auf den gesamten Wertzuwachs 25 % Abgeltungssteuer an.

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Was ist der Unterschied zwischen einem Aktiendepot und einem Aktienfonds?

Aktiendepot:
 
In einem Aktiendepot werden einzelne Aktien ausgewählter Unternehmen gelistet, die entweder von Ihnen selbst oder einem Verwalter Ihres Vertrauens gekauft werden.
 
Vorteile: 
  • einmalige Erwerbskosten
  • langfristig überdurchschnittliche Renditen
  • regelmäßige Einkünfte durch Dividendenausschüttungen
  • Sachwertcharakter, d.h. sie besitzen reale Anteile an einem Unternehmen
  • hohe Liquidität, d.h. sie sind jederzeit veräußerbar
  • Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Wahl des Investments
 
Nachteile 
  • Erfordert Wissen über den Aktienmarkt und zeitlichen Aufwand für die Beobachtung der Märkte
  • höheres Kapital erforderlich
  • höheres Verlustrisiko
  • Gefahr von typischen Anlegerfehlern

 

Aktienfonds:

Ist ein "Topf" aus ausgewählten Aktien z.B. bestimmter Branchen oder Länder, der von einem Fondsmanager betreut wird.

 
Vorteile: 
  • auch kleinere Beträge können einmalig oder regelmäßig investiert werden
  • die gesammelte Anlagesumme kann breiter investiert werden (Risikostreuung)
  • geringes Verlustrisiko durch die Anlage in mehrere Aktien
  • geringerer Zeitaufwand und auch mit wenig Vorkenntnissen möglich
 
Nachteile 
  • Abhängigkeit vom Können des Fondsmanagers
  • Unflexibel
  • Geringere Gewinnchancen
  • relativ hohe Gebühren

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Warren Buffet

Was sagt Warren Buffet zu Aktien:

Es gibt Finanzexperten, die besonders erfolgreich sind. Dazu gehört z.B. Warren Buffett, ein US-amerikanischer Großinvestor, der über ein Gesamtvermögen von mehr als 70 Milliarden Dollar verfügt.

 

 

Zu den Strategien Buffets zählen z.B.  

  1. In starke Unternehmen zu investieren, ist erfolgsversprechender als auf ganze Länder, Trends oder Branchen zu setzen
  2. Wichtig bei der Investition ist auch das Wissen über das Unternehmen, von dem die Vermögenswerte stammen. Das Geschäftsmodell muss einen langen Erfolg versprechen.
  3. Besser in stabile Erträge investieren als in ein spektakuläres Wachstum, denn je spektakulärer, desto höher die Preise und desto größer die Fallhöhe. 

Also ganz so einfach ist es nicht, die geeigneten Unternehmen für das persönliche Aktieninvestment auszuwählen. Voraussetzung ist ein gutes Verständnis vom Markt, regelmäßiges und intensives Informieren über die gewählten Unternehmen und Ausdauer. Die meisten Anleger neigen zu typischem Fehlverhalten, welches den Erfolg eines Aktieninvestments auf schnell zunichte macht. Auf Grundlage regelbasierter Geldanlagen werden solche Anlagefehler von vornherein ausgeschlossen.

Unser "STARKE MARKEN Depot" investiert Ihr Kapital in ausgewählte starke Markenunternehmen, die ihren langfristigen Erfolg schon unter Beweis gestellt haben und sich auch in Krisenzeiten gut entwickeln. Wenn Sie den Tücken des Finanzmarktes entgehen wollen und das langfristige Wachstum ihrer Vermögensanlage lieber entspannt verfolgen wollen, dann lassen Sie uns für Sie die Arbeit tun.

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